Unterscheidungsbuchstabe in Stempeln, aber auch - hinter der Katalognummer - verwendet, um auf Farbunterschiede bei Briefmarken hinzuweisen. In Ganzsachenkatalogen Unterscheidungsbuchstabe für Formatunterschiede. Länderkennzeichen für Österreich.
Bezeichnung für die Erstausgabe mit einem Viererblock der Marken der AM-Post zu 5, 6, 8 und 12 Pfennig mit dem Aachener Stempel "19.3.45 8-9". Die Inschrift lautet "The First Allied Military Stamps in Germany / Issued by the / PTT Aachen". In Aachen wurde nach dem alliierten Einmarsch im 2. Weltkrieg der Postbetrieb schon am 24.01.1945 wieder aufgenommen. Zunächst wurden allerdings nur Postkarten befördert, die einen USA-Zensurstempel trugen.
Hierbei handelt es sich im weitesten Sinne eine von der ursprünglichen Originalmarke in Einzelheiten abweichende Marke. Abarten gelten wegen Ihrer Seltenheit oft als wertvolle Sammelobjekte. Im engeren Sinne gelten hier Unterschiede, die durch das Herstellungsverfahren entstehen, wie z. B. Nachgravierungen von Druckplatten, Unterschiede in den einzelnen Markenbildern, deren Druckplatte, ausgebrochene Buchstaben oder Zahlen, Verschiedenheiten in der Zähnung, der Papierarten oder der Gummierung. Besonders wichtig sind Abarten, die z. B. bei zweifarbigen Marken durch Vertauschung von Farben entstehen (dänisch: variant, englisch: variety, französisch: variété, italienisch: varieta, niederländisch: varieteit, portugiesisch: variedade, spanisch: variedad).
Im Gegensatz zum Abklatsch ist dies ein vorder- oder rückseitiges, meist unklares Wiederholen des Bildes der Marke infolge mangelhaft zubereiteter und zu langsam trocknender Farbe.
Bezeichnung für den in verschiedenen Ländern früher verwendeten Poststempel, der das Abgangsdatum (samt Uhrzeit) auf einer Postsendung belegte. Der Begriff ist aber auch eine ungenaue Bezeichnung für Aufgabestempel.
Bezeichnung für eine oft verschwommene, spiegelverkehrte Darstellung auf dem Markenrücken, die durch Verwendung noch nicht vollständig getrockneter Farbteile auf dem Bogen entsteht.
Wenn ein Wort oder eine Bezeichnung nicht voll ausgeschrieben wird, sondern ein Kürzel verwendet wird, spricht man von "abgekürzt" (dänisch: forkortet, englisch: abbreviated, französisch: abrégé, italienisch: abbreviato, niederländisch: afgekort, portugiesisch und spanisch: abreviado).
Bezeichnung für einen Gegenstand, der durch häufigen Gebrauch beeinträchtigt ist (dänisch: brugt, englisch: worn, französisch: usé, italienisch: usato, niederländisch: versleten, portugiesisch: gasto, spanisch: gastado).
Bei der Herstellung von Briefmarken aufgetretene Abnutzungserscheinung an der Druckplatte, wobei das Markenbild beeinträchtigt wird. Dadurch kommt es häufig zu Abarten.
Die Abgeordnetenmarken dienten zur Kennzeichnung der Postsachen spanischer Parlamentarier von 1896 bis 1916. Da die Abgeordneten ihre Korrespondenz gebührenfrei befördert bekamen, wiesen diese Abgeordnetenmarken keine Wertangaben auf. Sie sind somit eigentlich keine Frankierungsmarken, sondern Identifizierungszeichen.
Dies ist ein handschriftlicher Vermerk, Stempelaufdruck oder Klebezettel auf nicht zustellbaren Postsendungen. Die Sendungen werden an den Absender zurückgeschickt.
Hierbei handelt es sich um ein Land, das die Ausgabe von Postwertzeichen eingestellt hat. Zu nennen wären hier beispielsweise Berlin oder die Deutsche Demokratische Republik. Es kann sich allerdings auch um ein Spezialgebiet handeln, zu dem keine neuen Ausgaben mehr zu erwarten sind, oder aber ein inhaltlich oder zeitlich begrenztes thematisches Sammelgebiet.
Bei Briefmarken vorkommender rückseitiger spiegelverkehrter Abdruck des Markenbildes. Man unterscheidet zwischen Bogenabklatsch und Maschinenabklatsch. Ein Bogenabklatsch ist eher unscharf und versetzt zu finden. Er entsteht durch das Aneinanderpressen noch feuchter Druckbögen. Ein Maschinenabklatsch ist eher scharf und fast deckungsgleich mit dem Markenbild. Maschinenabklatsche entstehen durch fehlendes Papier in der Druckmaschine. Dadurch druckt der farbhaltige Zylinder auf die Anpresswalze anstatt auf das Papier. Mit dem nächsten Bogen druckt dann sowohl der Druckzylinder als auch die Anpresswalze auf das Papier (englisch, italienisch und portugiesisch: offset, französisch: impression recto-verso bzw. offset, spanisch: off set).
Dies ist ein schriftlicher Nachweis der Post mit vollzogener Empfangsbescheinigung des Empfängers über die Aushändigung von Postsendungen. Man spricht auch von einem Rückschein.
Am besten löst man Marken im lauwarmen Wasserbad. Der rückseitige Klebstoff der Gummierung läßt sich leicht ablösen und abwaschen. Besonders klebrige Gummireste kann man vorsichtig mit den Fingern im Wasser abstreifen. Dabei sollte man aufpassen, daß keine Verletzungen des Papiers entstehen. Nach dem Wasserbad werden die Marken in ein Trockenheft oder eine Trockenpresse gelegt. Sollten nach dem Trocknen und Pressen einzelne Marken am Papier kleben geblieben sein, so muß das lauwarme Wasserbad leider wiederholt werden.
Bezeichnung für den Dauerbezug neu erscheinender Briefmarken, Ganzsachen, usw.
Der Vorteil eines Abonnement ist die regelmäßige Belieferung,
da keine Markenausgabe vergessen wird und der Sammler seine Briefe und Postkarten für den Ersttag präparieren kann.
Bezeichnung für die letzte Marken- bzw. Ganzsachenausgabe eines Markenlands vor der endgültigen Einstellung der Herausgabe eigener Ausgaben. In Deutschland waren dies z. B. die &&letzten Briefmarken von Bayern&& und Württemberg 1920 bzw. Mecklenburg-Vorpommern und Westsachsen 1946.
Bezeichnung für einen Preisnachlaß, wenn z. B. eine Marke Mängel aufweist (englisch: reduction, französisch: remise). Andere Bezeichnung für das Aufdrücken eines Stempels (englisch: imprint, französisch: frappe).
Der Absenderfreistempel wird besonders von Firmen und Behörden mit großem Postaufkommen verwendet, da die zeitraubende Freimachung mit Briefmarken entfällt. Im Unterschied zum Postfreistempel trägt der Absenderfreistempel einen spezifischen Hinweis auf den Absender. In Deutschland kommen die Stempelabdrucke in unterschiedlichen Farben (schwarz, blau, rot usw.) vor, in Österreich müssen Freistempelabdrucke in roter Farbe angebracht werden (englisch: mailers meter stamp, französisch: affranchissement mécanique).
Philatelistische Bezeichnung für den Zwischenraum von der Randlinie des Markenbildes einer Marke zur Randlinie des Markenbildes der benachbarten Marke im Bogen bzw. von Zeile zu Zeile bei Aufdrucken und Inschriften (englisch: interval, französisch: intervalle).
Dies ist das Anbringen eines Stempelabdrucks (meist als Tagesstempel) auf der Frankatur zwecks Entwertung und Bestätigung des Zeitpunktes der Aufgabe der Sendung.
Besonders nach kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Staaten finden in Randgebieten Volksentscheide über den Verbleib eines Gebietes beim bisherigen Staat oder die Abtretung an einen anderen (i.d.R. den siegreichen) Staat statt. So etwas gab es z. B. nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland (dänisch: afstemning, englisch: plebiscite, französisch: plébiscite, italienisch, portugiesisch und spanisch: plebiscito, niederländisch: volksraadpleging).
Im philatelistischen Sinne ist dies ein postalisches Gebiet, in dem Sondermarken, Aufdrucke oder Stempel während einer Abstimmung verwendet wurden, durch die mittels Wahl die Zugehörigkeit des Gebietes zu dem einen oder anderen Staat festgestellt werden sollte.
Am bekanntesten sind die Gebiete Allenstein, Marienwerder und Schleswig in Deutschland nach dem Ende des 1. Weltkriegs. Oft wird mit allerlei vermeintlichen Abarten ein schwunghafter Handel betrieben, die aber keineswegs immer zufällig entstanden sind und oft Machwerke zum Schaden der Sammler darstellen.
Bezeichnung für besondere Markenausgaben, die in einem Gebiet verwendet werden, in dem durch Volksabstimmung über die zukünftige staatliche Zugehörigkeit entschieden werden soll. Derartige Marken gab es z. B. 1920 in Kärnten, im Tana-Arica-Gebiet 1925, das zwischen Peru und Chile strittig war, und nach dem 1. Weltkrieg auch in den deutschen Gebieten Allenstein, Marienwerder und Schleswig etc.
&&Abu Dhabi&& (arabisch: Abu Dabi = "Vater der Gazelle") ist die Hauptstadt des gleichnamigen Emirats und der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das Land stand ehemals unter britischem Schutz und war das größte der sog. Trucial-Staaten. Es blieb bis zum 01.01.1967 vertraglich mit der britischen Postverwaltung verbunden. Seit dem 30.03.1963 bestand ein ortsansässiger Postdienst. Am 02.12.1971 wurde es Teil der unabhängigen Vereinigten Arabischen Emirate. Die ersten Briefmarken erschienen am 30.03.1964 und bis 1972 wurden 95 Briefmarken verausgabt. Seit dem 01.01.1973 werden die Ausgaben der Vereinigten Arabischen Emirate benutzt. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Abu Dhabi war früher das größte der sieben Scheichtümer, die die Trucial Staaten an der sog. "Piraten-Küste" in Ostarabien zwischen Oman und Qatar bildeten. Dieses Gebilde umfaßte 83.000 qkm, von denen Abu Dhabi allein 68.000 qkm ausmachte. Die Hauptstadt war Abu Dhabi-Stadt auf einer vorgelagerten Insel, die 1761 erstmals besiedelt wurde. Der Name "Trucial-Staaten" kam auf Grund von Verträgen zwischen Großbritannien und den einheimischen Scheichs zustande. Am 18.07.1966 beschloß man, sich Vereinigte Arabische Emirate (VAE) zu nennen, die am 01.08.1072 gegründet wurden.
Erste Briefmarken der VAE gab es allerdings erst am 01.01.1973. Die Ölproduktion auf der Das-Insel sorgte zwischen 1956 und 1960 für einen ersten Boom. Die Insel liegt ca. 100 km im Norden vom Kernland entfernt, wo die Ölförderung erst 1962 begann und einen enormen Wohlstand ins Land brachte. Abu Dhabi investiert seine Öleinnahmen nicht nur in Finanzkäufe, sondern auch in den Tourismus und Handel, um gewappnet zu sein, wenn das Öl eines Tages versiegen wird.
Bezeichnung im philatelistischen Sprachgebrauch für Schutzzeichen und Sicherungsmaßnahmen druck- und papiertechnischer Art, die zur Abwehr von Fälschungen angewandt werden. Dazu gehörten früher Seidenfäden in den Marken, Kontrollnummern auf der Markenrückseite und später die Verwendung von Wasserzeichenpapier. Die Deutsche Bundespost beispielsweise hat das Wasserzeichen ab 1966 abgeschafft.
Bezeichnung für einen Unterschied hinsichtlich Farbe, Form, Zähnung oder Format einer Marke von der Norm (dänisch: forskel, englisch: difference, französisch: différence, italienisch: differenza, niederländisch: verschil, portugiesisch: diferenza, spanisch: diferencia).
Dies ist die Postübergabe durch Abwurf von Postbeuteln aus einem fahrenden Eisenbahnzug oder aus einem in der Luft befindlichen Ballon, Flugzeug oder Luftschiff.
Hierbei handelt es sich um einen besonderen Poststempel, dessen Abdruck auf der Postsendung auf ihren Abwurf aus einem Ballon, Flugzeug oder Luftschiff hinweist.
R. Achren war ein finnischer Stecher der Staatsdruckerei, der seit 1952 viele Aufträge erhielt. Er hat besonders Persönlichkeiten auf Marken abgebildet.
Einige Marken (z. B. aus Großbritannien 1847/54, Besatzungsausgabe Thessalien 1898 etc.) wurden achteckig gezähnt oder geschnitten verausgabt (englisch: octagon, französisch: octogone).
Bezeichnung für einen Gegenstand, der aus acht Ecken besteht (dänisch: ottekantet, englisch, portugiesisch und spanisch: octogonal, französisch: octogone, italienisch: ottogonale, niederländisch: achthoekig).
Dies ist ein badischer Versuchsstempel, mit dem je eine Preußenmarke zu 2 und 3 Silbergroschen, eine Österreichmarke zu 5 Kronen und eine Bayernmarke zu 6 Kornen versuchsweise abgestempelt wurden. Da der Stempel eine zu feine Entwertung bewirkte, wurde er nicht eingeführt.
Hierbei handelt es sich um einen Kreis (auch "Achtyrsk") im westlichen Teil des Gouvernements Charkow mit gleichnamiger Kreisstadt. Achtyrka wurde 1641 unter polnischer Herrschaft gegründet und kam 1647 zu Rußland. 1874 erschien eine Lokalausgabe zu 5 Kopeken, deren eine Auflage Bogen zu 40, eine andere zu 62 Stück aufweist. Nach dem 1. Weltkrieg, zwischen 1920 und 1922, gab es wegen Markenknappheit nochmals eine Lokalausgabe, deren Auflage sehr gering ist.
Ernest R. Ackerman (geb. 17.06.1862 in New York; gest. 18.10.1931) war der Sohn eines prominenten Patentanwaltes aus Plainfield/New Jersey und bedeutender Sammler. Ab 1875 sammelte er Fiskalmarken, die sein Vater mit der täglichen Korrespondenz des Geschäftsverkehrs erhielt, aber schon bald danach beschäftigte er sich auch mit "normalen" Marken. Schon mit 16 Jahren pflegte er Kontakte zu namhaften Sammlern und Händlern, aber auch z.B. mit dem General-Postmeister der spanischen Postverwaltung. Er besuchte Privatschulen und graduierte im Jahre 1880. Von 1878 bis 1883 beschäftigte er sich mit dem Handel von Briefmarken, ging dann aber nach Plainfield, um eine lukrativere Anstellung bei der Zementfirma Lawrence Cement-Company zu übernehmen. Später wurde er deren Präsident und Direktor. Außerdem war er im Aufsichtsrat zahlloser Firmen und Klubs. 1894, als er schon ein reicher Mann war, betätigte er sich in der Lokalpolitik, wurde 1905 Senator und später Governeur von New Jersey. Zwischen 1919 und 1931 war er denn Mitglied des Kongresses. Er nutzte seinen Status, um zahlreiche direkte Kontakte zu Postverwaltungen auf der höchsten Ebene zu knüpfen. Ackermans Bestand war in über 600 Alben untergebracht.
Hierbei handelt es sich um einen in den fünfziger Jahren in Österreich aufgekommenen Begriff, der das bloße Anhäufen von Briefmarken ohne Auswertung des Materials meint. Das Gegenteil ist die konstruktive Philatelie.
Bezeichnung für den &&Block Nr. 4&& der Deutschen Bundespost, der anläßlich des ersten Todestages des ehemaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer am 19.04.1968 herausgegeben wurde.
Bezeichnung für die Sondermarke der Deutschen Bundespost, die unter der MICHEL-Nr. 567 am 19.07.1968 anläßlich des ersten Todestages des ehemaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer herausgegeben wurde. Der Farbton ist lachsfarben/schwarz. Ein ursprünglich vorgesehener Entwurf war lebhaftrot/schwarz, kam aber nicht zur Ausführung und ist nur in wenigen Exemplaren als Muster verschickt worden.
Aden war britische Kolonie und ist eine Stadt im Jemen. Die zentrale Lage machte die Stadt schon früh zu einem wichtigen Überseehafen zwischen Europa und dem Indischen Ozean. Ein erstes Postaufkommen ist seit dem 15.06.1839 bekannt, aber vor 1857 wurde kein Postmeister fest installiert. Aden ist für seine Marken mit maritimen Motiven bekannt. Aden benutzte Marken von Britisch-Indien, bis es am 01.04.1937 selber britische Kronkolonie wurde. Es erschienen 124 Marken, die nach dem indischen postalischen Nummernsystem abgestempelt wurden. Die Marken trugen die Inschrift "Aden". Im Jahre 1939 erschien eine Serie mit dem Portrait von König George VI., aber die Sultane von Hadhramaut, deren Territorien seit 1880 Teil der britischen Protektorats Aden waren, beschwerten sich, so daß die Ausgaben von 1942 zusätzlich die Inschrift "Kathiri State of Seiyun" bzw. "Qu'aiti State of Shihr" und "Qu'aiti State in Hadhramaut" sowie die Portraits der Sultane erhielten. Diese Marken waren auch in Aden und im ganzen Protektorat gültig.
Dies ist ein besonderer Verschluß, der an der Klappe einen Hinweis "Hier offen" enthält, wobei ein Öffnen der Sendung möglich ist, ohne ihn zu beschädigen.
Bezeichnung für die spezielle Gummierung der Freimarken-Ausgabe 1889/90 der damaligen Deutschen Reichspost mit großem Reichsadler, die man auch als Adlertype bezeichnet.
Der Vogel "Adler" ist ein beliebtes Wappenmotiv und kommt auch häufig als Motiv auf Marken vor (dänisch: orn, englisch: eagle, französisch: aigle, italienisch: aquila, niederländisch: adelaar, portugiesisch: âguia, spanisch: águila).
Michael Adler (geb. am 26.10.1932) war ein bedeutender Sammler und philatelistischer Funktionär. Unter seiner Leitung entstand beispielsweise das "Haus der Philatelie und Postgeschichte" in Bonn (1998) und 1999 wurde in Nürnberg die mit 124.700 Besuchern erfolgreichste internationale Ausstellung in Deutschland, die IBRA '99 Nürnberg, durchgeführt. Um die Jahrtausendwende stand er dem BDPh vor, dessen Präsident er von 1991 bis 2001 war. Er war in vielen Verbänden und Arbeitsgemeinschaften tätig, wie z. B. im Landesverband Bayerischer Philatelistenvereine e.V. (1975-1989: 2. Vorsitzender, 1989-1990: geschäftsführender Vorsitzender, ab 1992 Ehrenmitglied), im Verband Oberfränkischer Briefmarkensammler-Vereine (seit 1986 1. Vorsitzender), im Bund Deutscher Philatelisten (1988-1991: Vizepräsident, 1991-2001: Präsident, 1995: Ehrenmitglied, 2001: Ehrenpräsident), in der Federation of European Philatelic Associations (1992-1994: Vizepräsident, 1994-1995: Geschäftsführender Vorsitzender), in der Fédération Internationale de Philatelie (Vorstandsmitglied: 1994-2002), in der Royal Philatelic Society in London, der American Philatelic Society, im Bund der Philatelisten Rußlands (1995: Ehrenmitglied) sowie in den ArGen Sachsen, Rußland/UdSSR, Estland, Lettland, Litauen, Deutscher Altbriefsammler-Verein, Motivgruppe Rotary International und den Vereinen Verein für Briefmarkenkunde Würzburg, IPhV Dresden von 1877 und Briefmarkenfreunde Rußland/UdSSR Berlin.
Dies ist eine Druckmaschine zum Anbringen von Anschriften und Eintragungen auf Umschlägen etc. Diese wurde z. B. bei der Post der ehemaligen DDR zum Bedrucken von Postscheckumschlägen, Daueraufträgen im Postscheckdienst und Abonnementsstücken im Postzeitungsvertrieb eingesetzt.
Die im Südteil des Ägäischen Meeres gelegenen Inseln mit der Hauptinsel Rhodos erklärten sich 1912 für selbständig, wurden jedoch kurz danach von Italien im Krieg gegen die Türkei besetzt und am 29.07.1923 im Frieden von Lausanne an Italien abgetreten. 1943 wurden sie von deutschen Truppen besetzt, 1945 von britischen Truppen und 1947 an Griechenland abgetreten. 1912 erschien für den "Bund der Inseln im Ägäischen Meer" eine dreiteilige Ausgabe, die aber von der italienischen Militärregierung verboten wurde. Unter italienischer Besetzung erschienen von 1912 bis 1940 202 Marken, unter deutsch-italienischer Verwaltung 1943 bis 1945 24 weitere Ausgaben. Im Jahre 1934 gab es elf Paketmarken und neuen Portomarken. 1947 erschien für den Dodekanes eine griechische Ausgabe mit neun Marken. 1922 bis 1932 gab es für die 1915 von Frankreich besetzte und am 01.03.1921 im Frieden von Sèvres an Italien abgetretene Insel Kastellorizo (Castelrosso) an der Südküste Kleinasiens 39 Marken. Davor und danach wurden Marken der Ägäischen Inseln verwendet.
&&Ägypten&& (offiziell: Arabische Republik Ägypten) liegt im nordöstlichen Afrika. Die zu Ägypten gehörende Sinai-Halbinsel wird allgemein zu Asien gezählt. Das Land grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Osten an das Rote Meer, den Gaza-Streifen und Israel, im Westen an Libyen und im Süden an Sudan. Dort ist die Grenze im sogenannten Hala'ib-Dreieck umstritten. Ägypten wird zu den Maschrek-Staaten gerechnet und ist knapp dreimal so groß wie Deutschland. Ägypten war türkische Provinz und wurde am 08.07.1867 Vizekönigreich. Am 18.12.1914 wurde es britisches Protektorat, am 15.03.1922 unabhängiges Königreich und am 18.07.1953 Republik. Ab Februar 1958 war es Landesteil der mit Syrien gebildeten Vereinigten Arabischen Republik (VAR), aus der Syrien am 29.09.1961 austrat. Der Name wurde noch bis zum 28.09.1971 weiter verwendet. Dann erfolgte die Umbenennung in "Arabische Republik Ägypten".
Amtssprache: Arabisch
Hauptstadt: Kairo
Staatsform: Präsidialrepublik
Fläche: 1,001 Mio.449 qkm
Einwohnerzahl: 78,887 Mio. (2006)
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 1.250 US-Dollar (2004)
Währung: 1 Ägyptisches Pfund = 100 Piaster
Unabhängigkeit: 28.02.1922 (Vereinigtes Königreich)
Zeitzone: UTC +2 Die erste Ausgabe des türkischen Vizekönigreiches stammt vom 01.01.1866, die erste Ausgabe als britisches Protektorat vom 15.10.1915 und die erste Ausgabe als unabhängiges Königreich vom 10.10.1922. Die erste Ausgabe als Republik erschien am 23.11.1953, die erste Ausgabe als VAR am 01.03.1958 und als Arabische Republik am 28.09.1971. Zu nennen sind außerdem 59 Portomarken aus den Jahren 1884 bis 1965. Es sind &&acht Wasserzeichen&& bekannt.
Einschätzung: die Briefmarken haben oft recht kleine Auflagen und zeigen häufig Motive aus der Geschichte des Landes, weshalb eine Wertnote 1-2 vergeben werden kann.
Von 1948 bis zum Sechs-Tage-Krieg im Jahre 1967 war Palästina von Ägypten besetzt. Die erste Ausgabe erschien am 15.05.1948 und bis zum 01.05.1967 gab es 79 Briefmarken. Zu nennen sind außerdem sieben Portomarken aus dem Jahre 1948. Es wurden keine Wasserzeichen verwendet.
Alternative Bezeichnung für "vergleichbar" bzw. "in etwa entsprechend" (dänisch: lignende, englisch: simular, französisch: analogue, italienisch: analogo, niederländisch: analoog, portugiesisch: idêntico, spanisch: parecido).
Ab dem 16. Jahrhundet waren die Dorfschulzen in Ostpreußen und Preußisch-Litauen verpflichtet, Briefe und Verfügungen von Amt zu Amt zustellen zu lassen. Man nannte diese Einrichtung "Ämterposten".
Dies ist ein Hinweis in der deutschsprachigen Literatur, wenn es z. B. bei einer Marke in einer weiteren Auflage z. B. zu einer Farbänderung kommt (englisch und französisch: change).
&&Äquatorialguinea&& (spanisch: Guinea Ecuatorial) ist ein Staat in Afrika. Er grenzt an Gabun, Kamerun und den Golf von Guinea. Äquatorialguinea liegt nicht genau auf dem Äquator, sondern etwas nördlich davon. Äquatorialguinea ist mit Dänemark einer von zwei Staaten der Welt, deren Hauptstädte auf einer Insel liegen, obwohl sie einen Festlandanteil besitzen. Die Republik Äquatorialguinea war vor ihrer Unabhängigkeit spanisch und umfaßte die ehemaligen Überseeprovinzen Fernando Poo und Rio Muni. Amtssprache: Spanisch, Portugiesisch, daneben seit 1997 Französisch als Verwaltungssprache
Hauptstadt: Malabo
Staatsfor:m Präsidialrepublik
Fläche: 28.051 qkm
Einwohnerzahl: 523.051 (2004)
Bevölkerungsdichte: 18,6 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner :17.000 US-Dollar (2006)
Währung: CFA-Franc BEAC
Unabhängigkeit von Spanien: 12.10.1968
Zeitzone: MEZ (UTC +1) Die erste Ausgabe stammt vom 12.10.1968. Es wird kein Wasserzeichen verwendet.
Einschätzung: früher konnte man die Ausgabepolitik absolut nicht als seriös bezeichnen und deshalb kann trotz Besserung in den letzten Jahren nur eine Wertnote 3-4 vergeben werden.
Bezeichnung für einen Luftpostbrief, einem amtlich verausgabten &&Briefbogen mit Wertstempeleindruck&&, der nach Vorschrift gefaltet und zu einem Einheitsporto mit Luftpost an jeden Ort des Erdballs transportiert werden kann.
Hierbei handelt es sich um das Sammeln von Luftpostmarken, angefangen von den Vorläufern der eigentlichen Luftpostmarken bis hin zu Postsendungen, die mit Luftfahrzeugen (Ballon, Flugzeug, Luftschiff, Rakete) befördert wurden.
Bezeichnung für einen Sammler von Luftpost, der nicht nur Briefmarken, sondern auch und besonders Luftpostkarten, Luftpostbriefe, Vorläufer, Stempel, halboffizielle Ausgaben, Luftpostetiketten, Ballonpost und Luftpostdokumente und Ersttagsbriefe sammelt. Beliebt ist zum Beispiel das Sammeln von Zeppelinfahrten.
Bezeichnung für eine internationale Luftpostausstellung in ehemals kommunistischen Ländern. Die erste Ausstellung fand 1980 in Ost-Berlin statt und zu diesem Anlaß gab es einen Satz mit vier Werten sowie einen Block.
&&Äthiopien&& – zeitweise im Ausland auch als Abessinien bekannt (eigentlich ein kulturgeographischer Begriff, der nur das Hochland bezeichnet; offiziell Demokratische Bundesrepublik Äthiopien) – ist ein Staat im Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, Kenia, Somalia und Djibouti. Das Land war ein uraltes Kaiserreich, als es 1935/36 von Italien erobert und 1940/41 von Großbritannien befreit wurde. Am 05.05.1941 wurde das Kaisertum wieder hergestellt. Seit dem 12.09.1974 ist Äthiopien Republik. Amtssprache: Amharisch
Hauptstadt: Addis Abeba
Staatsform: Demokratische Bundesrepublik
Fläche: 1.127.127 qkm
Einwohnerzahl: 77 Mio. (2006)
Bevölkerungsdichte: 61,1 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 116 US-Dollar (2005)
Währung: 1 Birr = 100 Santim
Zeitzone: UTC+3 Die ersten Ausgaben von Äthiopien waren Privatpostausgaben des Ministers Ilg zur Zeit von Kaiser Menelik II. (1889-1913) aus den Jahren 1894 bis 1908. Die erste staatliche Ausgabe erschien 1908. Während der Zeit der italienischen Besetzung wurden zunächst die Marken von Italienisch-Äthiopien und ab 1938 von Italienisch-Ostafrika verwendet. Zu nennen sind außerdem 42 Dientsmarken, die in der Zeit von 1931 bis 1951 verausgabt wurden. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
Einschätzung: die Briefmarken zeigen die Tier- und Pflanzenwelt und wegen der recht moderaten Ausgabepolitik kann die Wertnote 2 vergeben werden.
Die Äußeren Seychellen (Zil Eloigne Sesel, seit 1985 Zil Elwannyen Sesel) bestehen aus den Inseln Aldabra, Farquhar und Desroches, die 1965 von den Seychellen abgetrennt wurden und mit den Tschagos-Inseln die britische Kolonie Britisches Territorium im Indischen Ozean bildeten. 1976 wurde die Kronkolonie aufgelöst. Aldabra, Farquhar und Desroches kamen wieder zu den Seychellen und bilden seit dem 04.07.1980 ein eigenes Postgebiet unter dem Namen "Zil Eloigne Sesel", das seit 1985 den Namen "Zil Elwannyen Sesel" trägt. Die erste Ausgabe erschien am 04.07.1980 und bis 1977 wurden 172 Werte verausgabt. Zu nennen sind außerdem vier Portomarken dem Jahre 1969. Es wird kein Wasserzeichen verwendet.
Abkürzung für "Armée Francaise" in französischen Feldpoststempeln von 1870/71, wobei zusätzlich noch die Unterscheidungsbuchstaben A, B und C (also z. B. "AFA") vorkommen.
Die Französische Somaliküste wurde 1892 Protektorat, 1902 Kolonie und 1958 Überseegebiet. Am 050.7.1967 wurde sie in Afar und Issa umbenannt und am 27.07.1977 als Republik Djibouti unabhängig. Die erste Ausgabe für Afar und Issar erschien 21.08.1967 und bis 1977 wurden 172 Werte verausgabt. Zu nennen sind außerdem vier Portomarken dem Jahre 1969. Es wurden keine Wasserzeichen verwendet.
"Afranchi (à l') Étranger (jusqu'à) Destination" ist französisch und steht für "freigemacht ins Ausland bis zum Bestimmungsort". Diesen handschriftlichen Vermerk bzw. Stempelaufdruck findet man auf Auslandsbriefen aus Frankreich im 19. Jahrhundert.
"Afranchi (à l') Étranger Jusqu'à la Frontière" ist französisch und steht für "freigemacht ins Ausland bis zur Grenze". Diesen handschriftlichen Vermerk bzw. Stempelaufdruck findet man auf Auslandsbriefen aus Frankreich im 19. Jahrhundert.
Hierbei handelt es sich um einen &&Hinweisstempel&& der schweizerischen Post mit rückseitiger Frankatur. In einer zweiten Zeile stand in deutsch "Frankatur siehe Rückseite".
Aufdruck zur Kennzeichnung der Beförderung mit ermäßigter Frankierung (Affranchissement Moderé) auf Rayon-Marken der Schweiz und der Sitzenden Helvetia.
Die Einführung von Postwertzeichen und die frühe Postgeschichte von Afghanistan gehen auf Sher Ali Khan zurück, der in den 1860er Jahren einen Postdienst als Teil seines Modernisierungsprogramms im "Kingdom of Kabul" durchführte. Die ersten Marken erschienen 1871 und waren rund, ungezähnt und in schwarz mit einem Tigerkopf (für "Sher" = "Tiger"). Sie enthielten arabische Schrift und es gab drei Werte. Die Abstempelung erfolgte durch Abschneiden oder Abreißen eines Markenteiles. Seit 1876 wurden die Marken farbiger, wobei je eine Farbe für ein Hauptpostamt an der Route Peshawar-Kabul-Khulm stand.
Der Kampf der Briten gegen Sher Ali brachte 1880 Abdur Rahman auf den Thron und es gab neue Briefmarken, die weiterhin rund waren, aber anstelle des Tigerkopfes eine Inschrift in der Mitte aufwiesen. 1891 ging die Ära der runden Marken mit Ausgaben für das "Königreich Afghanistan" zu Ende. Die drei Marken wiesen ebenfalls arabische Inschriften auf, waren aber in Blau gedruckt. 1892 erschien eine Serie in Schwarz auf buntem Papier, wobei mindestens zehn Farben verwendet wurden, von denen es viele Varianten gibt. Die Ausgaben von 1894 und 1898 waren Variationen und in den Jahren 1907 und 1909 erschienen weitere Marken.
Die erste Ausgabe nach der Unabhängigkeit erschien am 24.08.1920 und zeigte König Amanullah. Erstmalig wurden auch lateinische Ziffern neben den arabischen verwendet. Ab 1924 erschien bis 1960 pro Jahr jeweils im Februar mindestens eine Marke zur Unabhängikeit. 1928 trat Afghanistan dem Weltpostverein bei, nachdem 1927 erstmalig lateinische Buchstaben mit der Inschrift "AFGHAN POSTAGE" und ab 1928 mit "POSTES AFGHANES" verwendet wurden. Die Inschrift wurde bis 1989 bebehalten. Die Marken von 1930 bis 1950 waren meist typograisch und die Dauerserie von 1951 wurde von Waterlw and Sons gedruckt. Sie zeigten das Portrait von Mohammad Zahir Shah. Die Ausgaben von 1960 an sind nicht eindeutig katalogisierbar. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden Ausgaben fast nur für den Verkauf an westliche Sammler produziert.
&&Afghanistan&& (Paschtunisch/Persisch Afghanestan, offiziell Islamische Republik Afghanistan) ist ein Vielvölkerstaat in Zentralasien, der an den Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan grenzt. Das Land war ein unabhängiges Sultanat, wurde 1926 Königreich und am 17.07.1973 Republik. Zwischen 1979 und 1989 waren sowjetische Truppen im Land. In den 80er Jahren besiegten islamische Mudschaheddin das kommunistische Regime. Danach kamen fundamentalistisch-islamisch ausgerichteten Taliban-Milizen an die Macht. Nach den Terroranschlägen am 11.09.2001 in den USA wurde das Taliban-Regime im maßgeblich von den USA geführten "Krieg gegen den Terror" gestürzt. Amtssprache: Paschtu, Persisch
Hauptstadt: Kabul
Staatsform: Islamische Republik
Fläche: 652.225 qkm
Einwohnerzahl: 29,863 Mio. (2005)
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner pro qkm
BIP: 8.4 Mrd. US-Dollar (2006)
BIP/Einwohner: 335 US-Dollar (2006)
Währung: Afghani
Zeitzone: UTC +4,5 Die ersten afghanischen Briefmarken erschienen im Jahre 1871. Zu nennen sind außerdem sieben Dienstmarken aus den Jahren 1909 bis 1954, achtzehn Paketmarken aus den Jahren 1909 bis 1930 sowie dreizehn Zwangszuschlagsmarken aus den Jahren 1938 bis 1954. Es wird kein Wasserzeichen verwendet. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet AFGHAN POST.
Einschätzung: wegen der in der Vergangenheit recht ansehnlichen Motive und einer moderaten Ausgabepolitik kann eine Wertnote 2-3 vergeben werden.
Bezeichnung für den Postverein der nord- und westafrikanischen Staaten (AfPU) zur Vereinfachung des grenzüberschreitenden Postverkehrs. Dieser wurde 1962 als Postverein der nord- und westafrikanischen Staaten zwecks Erleichterungen beim grenzüberschreitenden Postverkehr gegründet, wobei z. B. die Inlandsgebühren für Briefe in die Mitgliedsländer gelten.
Dieser Verein wurde im Jahre 1963 gegründet von mittelafrikanischen Staaten, die ehemals französische Kolonien waren, und Madagaskar. Der Postverein sollte zur Erleichterung und Verbesserung des Postverkehrs zwischen diesen Staaten beitragen.
Spanische Bezeichnung für die Amtliche Philatelistische Agentur und Inschrift auf den Portofreiheitsmarken der amtlichen Briefmarkenvertriebsstelle der "Spanischen Republik" in Barcelona in den Jahren 1938/39.
Werner Ahrens (geb. am 20.07.1900 in Hamburg, gest. am 10.01.1983) war ein bedeutender deutscher Philatelist, der sich besonders mit Nebengebieten wie Feldpost, Gefangenen- und Zensurpost sowie Luftpost beschäftigte. Von ihm ist das Buch "Die Feldpost der deutschen Militärmission in der Türkei während des 1. Weltkriegs". Er machte sein Abitur gegen Ende des 1. Weltkrieges 1918 und war auch noch kurze Zeit als Soldat eingezogen worden. Danach absolvierte er ein Jura-Studium und trat in eine Hamburger Exportfirma ein. Seit Anfang der 1920er Jahre des 20. Jh. lebte er fast 50 Jahre in Brasilien, wo er von 1950 bis 1970 als Immobilienmakler tätig war. Von Werner Ahrens gibt es mehr als 1.000 Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, außerdem war er internationaler Juror (z. B. INTERPOSTA '59 in Hamburg). Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er beim Auktionshaus Grobe in Hannover tätig.
Dieses entstand beim Postamt in Aichach (Bayern) infolge einer Herabsetzung des Nachtportosatzes für nichtdienstliche Briefe. Da keine entsprechenden Marken zu 2 Pfennig vorhanden waren, wurden 3-Pfennig-Marken überdruckt. Noch vor der eigentlichen Inkurssetzung wurden diese Provisorien zurückgezogen. Insgesamt gelangten nur 6 Stück in 3 Paaren postalisch zur Verwendung.
Im Postgebiet des britischen Reiches wurde von 1941 bis 1945 auf Spezial-Papier geschrieben und danach postlisch mikrophotographierte und nach Zustellung an das Empfängerpostamt wieder vergrößerte Texte verwandt, um die Überlastung des Luftpostdienstes zu vermeiden und zu vermindern. Infolge der Kriegsereignisse waren gewöhnliche Briefe oft monatelang unterwegs.
Dipl.-Volkswirt Horst Aißlinger (geb. am 02.04.1925, gest. 1992) war ein bedeutender internationaler Juror und Bundesprüfer für Flugpost. Nach dem Schulbesuch in Aalen studierte er Volkswirtschaft an der TH in Stuttgart und an der Universität in Erlangen. Privat war er als Bauunternehmer tätig, ehrenamtlich internationaler Juror (seit 1961 für die FISA, 1971 erstmals Präsident einer internationalen Jury). Er war Mitglied im BSV Aalen, im BDPh (Bundesvorstandsmiglied von 1979 bis 1991), in der FISA (Präsidium), in der AIJP, im Internationalen Aero-Philatelisten-Club (Ehrenmitglied) und BPhK (ab 1970). Seine Spezialgebiete waren Luftpost und Fehldrucke von Honduras und Nicaragua. Er publizierte auch zahlreiche Beiträge in verschiedenen Fachezeitschriften.
&&Aitutaki&& ist ein polynesisches Inselatoll, das zu den Cook-Inseln gehört. Zunächst britisches Protektorat, kam es unter neuseeländische Verwaltung. Seit 1965 besitzt es zusammen mit den Cook-Inseln die Selbstverwaltung. Vom Februar 1903 bis zum 14.03.1932 und dann wieder ab dem 09.08.1972 hatte es eine eigene Posthoheit. Das Aitutaki-Atoll ist nach Rarotonga die bevölkerungsmäßig zweitgrößte Landfläche der Cook-Inseln und hat etwa 1.800 Einwohner. Die gleichnamige Hauptinsel Aitutaki liegt ca. 230 km nördlich von Rarotonga, hat eine Fläche von rund 18 qkm und ist damit die sechstgrößte der Cook-Inseln. Die Insel befindet sich in einer großen Lagune, zusammen mit 15 kleineren Inseln, drei davon vulkanischen Ursprungs und zwölf Koralleninseln. Die erste Aufzeichnung über die Entdeckung Aitutakis durch Europäer stammt von Captain Bligh von der Bounty aus dem Jahre 1789. Die erste Ausgabe datiert vom 29.06.1903 und bis zum Oktober 1927 erschienen 30 Briefmarken. Von 1932 bis 1972 wurden Briefmarken der Cook-Inseln verwendet. Die erste Ausgabe aus den 1970er Jahren stammt vom 09.08.1972. Zu nennen sind außerdem 31 Dienstmarken aus den Jahren 1979 bis 1990. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
Einschätzung: die Briefmarken vermitteln den Zauber der Südsee und sind einigermaßen erschwinglich, weshalb die Wertnote 3 vergeben werden kann.
Ajman (arabisch: Adschman; auch Adjman, Ujmân) ist ein arabisches Emirat am Persischen Golf mit der Enklave Manama. Seit dem 02.12.1971 ist es eines der sieben Emirate, die zusammen die Vereinigten Arabischen Emirate bilden.
Das Gebiet von Adschman zerfällt in drei von der Größe nicht allzu unterschiedliche Teilstücke. Das wichtigste Stück liegt an einem 16 km langen Küstenstreifen am Persischen Golf zwischen Umm al Qiwain und Sharjah, beherbergt die Hauptstadt Adschman-Stadt und erstreckt sich von dort aus etwas ins Hinterland. Die beiden anderen Teilstücke sind Manama und Masfut, die 60 km bzw. 110 km von der Hauptstadt Adschman entfernt im Inland liegen. Adschman ist das ärmste Emirat, da es keine eigenen Ölvorräte besitzt und auch keine Landwirtschaft möglich ist. Lediglich der Handel bringt dem Emirat einige eigene Einkünfte. Daher ist es von den Subventionen der reichen Emirate abhängig.
Einwohner: 259.000 (2006)
Fläche: 259 qkm
Bevölkerungsdichte: 1.000 Einwohner je qkm
Höhe: 650 m
Zeitzone: UTC +4 Die ersten Briefmarken erschienen am 20.06.1964 und bis 1972 wurden 2.995 Briefmarken verausgabt. Zu nennen sind außerdem achtzehn Dienstmarken aus den Jahren 1965 bis 1967. Vor Ausgabe eigener Marken wurden die Briefmarken der Trucial Staaten verwendet. Seit dem 01.01.1973 sind die Briefmarken der Vereinigten Arabischen Emirate im Gebrauch. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Bezeichnung für die Kriegssteuermarken von Rumänien 1915/18 mit Inschrift oder Aufdruck "TIMBRU DE AJUTOR", wobei "Ajutor" soviel wie "Hilfe, Beistand" bedeutet. Diese Marken hatten keine Frankaturkraft, mußten aber - außer auf Ortsbriefen - auf alle Briefe und Telegramme geklebt werden. Wenn die Marken nicht frankiert wurden, wurde eine doppelte Steuer fällig, die mit Kriegssteuer-Portomarken, die den Aufdruck "TIMBRU DE AJUTOR / TAXA DE PLATA" trugen, abgegolten werden mußte.
Die Ansichtskarten-Sammlerbörse München zählt neben Köln, Stuttgart, Wiesbaden und Nürnberg zu den führenden Veranstaltungen für AK-Sammler. München hat eine der ältesten und traditionsreichsten Ansichtskartenbörsen Deutschlands.
Bereits 1980, damals von Franz Meixtner gegründet, wurde sie von 1990 bis 1997 von einem Team unter der Ägide von Norbert Haidl weitergeführt. Seit 1996 ist Karl Ritschel im Team und seit 2000 alleinig für den erfolgreichen Ablauf der Börse verantwortlich.
Das Angebot der Ansichtskarten-Sammlerbörse München beschränkt sich vorwiegend auf alte Ansichtskarten, so daß dem Besucher eine äußerst attraktive und vielfältige Auswahl seines Sammelgebietes geboten wird.
Die erste akademische Philatelie-Abteilung in Großbritannien wurde Anfang 1971 an der Universität Sussex in Brighton eröffnet und diente dem Studium der Philatelie. Sie wurde von Reginald Philips, dem Gründer des Britischen Postmuseums gegründet.
Dies ist eine Einrichtung in Berlin bis zum Ende des 2. Weltkriegs für den direkten Postaustausch zwischen Magistrats- und Justizbehörden, wobei ein Hinweisstempel "Durch Aktenwagen" für die Sendungen verwendet wurde.
&&Åland&& (schwedisch Åland oder Landskapet Åland, finnisch Ahvenanmaa), ist eine autonome, demilitarisierte, schwedischsprachige Inselgruppe mit Tausenden von Inseln und Schären am Südende des Bottnischen Meerbusens, finnischer Verwaltungsbezirk mit autonomem Status. Die »Åland-Inseln« waren seit dem Mittelalter verwaltungsmäßig mit Finnland verbunden und kamen mit diesem 1809 an Rußland. Nach 1917 wurden sie von Schweden beansprucht. Als entmilitarisiertes Gebiet wurden sie 1921 vom Völkerbund Finnland zugesprochen. Fläche: 6.784 qkm (nur Land: 1.527 qkm)
Einwohner: (2004) 26.530
Bevölkerungsdichte: 17,4 Einwohner pro qkm
Hauptstadt: Mariehamn
Verwaltungsgliederung: 12 Provinzen
Amtssprach: Schwedisch
Nationalfeiertag: 9. Juni
Währung: 1 Euro (offiziell), Schwedische Krone
Zeitzone: UTC+2
Eigene Briefmarkenausgaben gibt es auf den Aland-Inseln seit 01.03.1984. Jährlich erscheinen 12-15 Marken, die die aländische Natur, Kultur, Geschichte, Gesellschaft und Selbstverwaltung zeigen. Es wird kein Wasserzeichen verwendet. Der Name der Post lautet Posten Åland.
Einschätzung: bei Aland gilt auch für die Briefmarken "klein und fein", weshalb die Wertnote 1-2 vergeben werden kann.
Das Alawiten-Gebiet war ein autonomer Staat innerhalb des französischen Mandatsgebietes Syrien. Am 22.09.1930 wurde es in Latakia umbenannt. Die ersten Briefmarken erschienen im Jahre 1925 und bis 1929 wurden 63 Briefmarken verausgabt. Zu nennen sind außerdem zehn Portomarken aus dem Jahre 1925. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
&&Albanien&& (albanisch: Shqipëria) ist ein Staat in Südosteuropa. Er grenzt im Norden an Montenegro und Kosovo, im Osten an Mazedonien und im Süden an Griechenland. Die natürliche Westgrenze wird durch die Küsten der Adria und des Ionischen Meeres gebildet, wodurch das Land zu den Anrainerstaaten des Mittelmeers zählt. Amtssprache: Albanisch Hauptstadt: Tirana Staatsform: Parlamentarische Republik Fläche: 28.748 qkm Einwohnerzahl: 3.563.112 (Juli 2005) Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner pro qkm Währung: Albanischer Lek Unabhängigkeit: 28.11.1912 Nationalfeiertag: 28. November Zeitzone: UTC + 1 (MEZ) Die ersten Briefmarken erschienen 1913 und man findet "Albania", "Albanie" oder "Shqiperia" als Länderbezeichnung und es sind &&zwei Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Posta Shpiptare.
Einschätzung: wie bei fast allen osteuropäischen Staaten ist die Ausgabepolitik auf Profit ausgerichtet und deshalb kann nur die Wertnote 4 vergeben werden, zumal es (osteuropäische) Länder mit schöneren Motiven gibt.
Bezeichnung für eine, besonders in der englischen Philatelie, ursprünglich farbig herausgegebene Briefmarke, die plötzlich ohne Farbdruck erscheint. Meist ist dies durch ein Papierblatt, das sich in der Maschine über den Markenbogen gelegt hat, geschehen, bevor dieser die Druckplatte passiert. So bleibt die Farbe auf diesem Blatt haften und der darunterliegende Bogen wird nicht eingefärbt.
Hierbei handelt es sich um ein Sammelbuch zum Einkleben oder Einstecken von Briefmarken (Briefmarkenalbum) und anderen Sammelgegenständen wie z.B. Ganzsachen (dänisch, englisch, französisch, italienisch und niederländisch: "album"). Das erste Briefmarkenalbum erschien 1862 im Oktavformat bei G. Wetti in Leipzig. Später gab G. Bauschke das bekannte Schaubek-Album (= Umkehrung des Namens "Bauschke") heraus, das es bis heute noch gibt. Weitere wichtige Albumfabrikanten sind Borek in Braunschweig, KaBe in Göppingen, Schwaneberger Album in München, Leuchtturm in Hamburg und Lindner-Falzlos in Schömberg (Württemberg) sowie SAFE in Bempflingen.
Hierbei handelt es sich um eine Seite zum Einkleben oder Einstecken von Briefmarken in einem Album. Oft sind diese Blätter schon gestaltet und mit Taschen zum Unterbringen der Marken versehen.
&&Alderney&& (französisch: Aurigny oder Auregnais, Aoeur'gny) ist die nördlichste der vor der französischen Küste liegenden Kanalinseln und gehört zur Vogtei (bailiwick) Guernsey. Die Kanalinseln sind weder ein Teil des Vereinigten Königreichs von Großbritannien noch eine Kronkolonie, sondern sind als Kronbesitz (englisch: crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt.
Die Insel ist maximal fünf Kilometer lang und maximal drei Kilometer breit und mit einer Fläche von acht Quadratkilometern die drittgrößte der Kanalinseln. Sie liegt etwa 15 Kilometer westlich von Cap de la Hague auf der Halbinsel Cotentin in der Normandie (Frankreich), 32 Kilometer nordöstlich von Guernsey und 95 Kilometer südlich von England. Die ersten Briefmarken der Kanalinsel Alderney erschienen im Jahr 1983. Es wird kein Wasserzeichen verwendet.
Einschätzung: Alderney gehört auch wegen der kleinen Auflagen und der guten Wertentwicklung mit zu den beliebtestet Sammelgebieten, weshalb die Wertnote 1-2 vergeben werden kann.
Das Sandschak von Alexandrette ist ein Gebiet zwischen Kleinasien und Syrien. 1938 wurde es als selbständiges Verwaltungsgebiet aus dem französischen Mandatsgebiet Syrien ausgegliedert und am 09.09.1938 als Hatay an die Türkei abgetreten. Es wurden 25 Freimarken und fünf Portomarken verausgabt. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Die Demokratische Volksrepublik &&Algerien&& (arabisch al-Gaza'ir - "die Inseln") ist ein Staat im Nordwesten Afrikas. Algerien, das mittlere der Maghrebländer, ist nach dem Sudan und vor der Demokratischen Republik Kongo (Kongo/Kinshasa) das zweitgrößte Land des afrikanischen Kontinents. Es grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Westen an Mauretanien, Marokko und die von Marokko beanspruchte Westsahara, im Süden an Mali und Niger und im Osten an Libyen sowie Tunesien. Algerien war zunächst französische Kolonie und danach Teil des Mutterlandes. Am 05.07.1962 wurde es unabhängig.
Amtssprache: Arabisch
Hauptstadt: Algier
Staatsform: Präsidialrepublik
Fläche: 2.381.741 qkm
Einwohnerzahl: 32,9 Mio. (2006)
Bevölkerungsdichte: 13,8 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 3.086 US-Dollar (2005)
Währung: 1 Algerischer Dinar (DA) = 100 Centimes
Unabhängigkeit von Frankreich: 18.03.1962
Zeitzone: UTC +1 Die ersten Briefmarken als französische Kolonie datieren von 1924 und bis 1958 erschienen 377 Ausgaben. Zu nennen sind außerdem noch 48 Portomarken aus den Jahren 1926 bis 1947 sowie zwei Telegraphenmarken aus dem Jahre 1943. Die erste Ausgabe als unabhängiger Staat datiert vom 04.07.1962 und es erschienen zwischen 1962 und 1993 25 Portomarken. Es werden keine Wasserzeichen verwendet. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Algérie Poste.
Einschätzung: bei den Briefmarken ist unverkennbar, daß Algerien einmal französische Kolonie war und es kann die Wertnote 2 vergeben werden.
Die Anfänge der algerischen Postgeschichte sind bis heute unklar, aber erste Brief, die von Europäern in Algiers abgeschickt wurden, gehen bis in das Jahr 1690 zurück. Oran wurde bis weit in das 18. Jahrhundert von Spanien kontrolliert und Post gab es seit 1749. Erst zur Zeit der Franzosen in Algerien ist ein regulärer Postdienst bekannt, der maßgeblich als Militärpost seit 1930 stattfand und 1935 auch Zivilisten zugänglich gemacht wurde. Es wurden bis 1839 aber weiterhin militärische Poststempel verwendet. Unter französischer Kontrolle wurde der Service immer mehr ausgebaut, Datumsstempel mit Städtenamen wurden Standard und bis 1880 wurden 295 Poststellen eingerichtet. Ab dem 01.01.1849 wurden französische Stempel benutzt und nach 1852 gab es Nummern zur Identifizierung der Poststellen.
Ab 1924 wurden französische Marken mit "ALGÉRIE" überdruckt und 1926 gab es die ersten Marken speziell für Algerien mit lokalen Motiven und Werten von 1 Centime bis 20 Francs. Anläßlich der einhundertjährigen französischen Kolonialzeit erschien im Jahre 1936 eine erste Gedenkausgabe, die den Hafen von Algier zeigt. Im gleichen Jahre erschien eine Serie mit 31 Werten mit ebenfalls lokalen Motiven. 1942 erschien eine Serie mit algerischen Stadtansichten und nach der Befreiung Frankreichs von der nationalsozialistischen Besatzung wurden Marken mit dem alten Überdruck "ALGÉRIE" verwendet, die die "Marianne" und den "Gallischen Hahn" zeigten. 1947 erschien eine Serie mit sechszehn Werten, die auch in den 1950er Jahren im Gebrauch war. Zwischen 1958 und 1962 wurden französische Marken verwendet.
Nach der Unabhängigkeit startete Algerien am 02.07.1962 mit einem eigenen Ausgabeprogramm, wobei französische Marken mit "EA" überdruckt wurden. Am 31.10.1962 gab es dann eine Serie mit fünf lokalen Motiven und der Inschrift "REPUBLIQUE ALGERIENNE" in Französisch und Arabisch. Dies war das erste Mal, daß beide Sprachen auf algerischen Marken vorkamen.
Bezeichnung für ein dem Zinkdruck entsprechendes Druckverfahren mit einer Druckform aus Aluminium. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und kommt von "graphein" ("schreiben"). Die Algraphie wurde 1892 vom Lithographen Josef Scholz entwickelt und ist ein Flachdruckverfahren zur Buchillustration, das in seiner Weiterentwicklung zum Offsetdruck heute zu den wichtigsten lithografischen Verfahren zählt. Anders als bei der Lithographie wird hier kein Stein, sondern eine gekörnte Aluminiumplatte verwendet. Ebenso besteht Ähnlichkeit bei der Verarbeitung zur Radierung auf Kupfer, wobei das Ätzen entfallen kann (Algraphische Radierung). Die Arbeitsmaterialien (Lithokreide, Lithofine, Tusche, Bleistift, Feder usw. ) und die Arbeitsweise entsprechen denen der Lithographie vom Stein bzw. auf der Bearbeitung der Kupferplatte.
Bezeichnung für eine sinnbildliche Darstellung, wobei es sich meist um die Personifizierung eines abstrakten Begriffs handelt. Als Markenmotiv gab es dies im 19. Jahrhundert z. B. in Frankreich 1876-1900 "Friede und Handel" (Sage-Muster), 1900-1940 "Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit" (Blanc-Muster) und 1900-1902 "Menschenrechte" (Mouchon-Muster).
Hierbei handelt es sich um einen Briefmarkenkatalog, der Angaben zu den Briefmarkenausgaben mit Erscheinungsjahr, Ausgabeanlaß und technischen Daten beinhaltet. Unterschiede bei den Ausgaben bzgl. Farbnuancen und Papiersorten sowie Abarten werden nur in Ausnahmefällen berücksichtigt.
Bezeichnung für eine Art des Briefmarkensammelns, bei der alle möglichen Briefmarken zusammengetragen werden. Bis zum 1. Weltkrieg war dies die überwiegende Art des Briefmarkensammelns, da die Anzahl der Länder und Ausgaben noch überschaubar war.
Das "Allied Military Government Free Territory Trieste" (A.M.G.F.T.T.) verausgabte Marken für die "Zone A" von Triest (amerikanische und britische Besatzung).
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde Deutschland - wie im Abkommen von Jalta vereinbart - in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Der Osten (das Gebiet der späteren Deutschen Demokratischen Republik) kam unter sowjetische Verwaltung, der Norden unter britische, der Süden unter amerikanische und der Südwesten unter französische Verwaltung. Diese drei Zonen (und ab 1959 auch das Saarland) bildeten ab 1949 das Territorium der Bundesrepublik Deutschland. Zunächst erschienen Briefmarken, die für alle vier Besatzungszonen galten. Da sich die Westallierten Frankreich, Großbritannien und USA aber schon nach kurzer Zeit mit der Sowjetunion hinsichtlich der politischen Neuordnung Deutschlands zerstritten, gaben die Sowjets und Franzosen in ihren Zonen eigene Marken heraus und die Briten und Amerikaner schlossen ihre Zone zur sog. BI-Zone zusammen, in der es Marken gab, die im ganzen von den Amerikanern und Briten verwalteten Gebiet Gültigkeit hatten.
Gegen Ende des 2. Weltkriegs verausgabte die alliierte Militärregierung in den Jahren 1943 bis 1945 für die Zivilbevölkerung eigene Marken. Für Sizilien erschienen neun und für Nepal drei Werte.
Die Zeit der Besatzung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg fand in den Ausgaben der Besatzungsmächte ihren Niederschlag. Die neuen Briefmarken wurden teils in den USA, in Großbritannien, in Frankreich, aber auch in der ehemaligen Staatsdruckerei in Berlin gedruckt. Bis zum Juni 1948 gab es Gemeinschaftsausgaben, die in der amerikanischen, der britischen und der sowjetischen Zone gültig waren. Insgesamt katalogisiert der Michel-Katalog 60 Briefmarken, die für die genannten drei Zonen ab 1946 verausgabt wurden. Hinzu kommt das Blockpaar (gezähnt/ungezähnt) zur "Briefmarkenausstellung in Berlin" aus Dezember 1946.
Bezeichnung für die Post der Alliierten Kontrollratsbehörden in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg sowie für die ehemals deutsch besetzten Gebiete.
Bezeichnung für die gebührenfreien Postsendungen alliierter Behörden in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg an deutsche und andere Behörden, Firmen und auch Privatpersonen.
Bezeichnung für den Wsesojusnoje Obstschestwo Filatelistow, die Organisation der Philatelisten in der ehemaligen Sowjetunion mit Sitz in Moskau. Der Verband wurde 1966 gegründet und vereinigte bis zum Ende der Sowjetunion alle philatelistischen Verbände der einzelnen Sowjetrepubliken. Die Fachzeitschrift war die Filatelija SSSR.
Dies ist eine Auszeichnung des BDPh für Mitglieder, die sich um die Philatelie verdient gemacht haben. Der Preis wurde 1977 in Anerkennung der Verdienste von Alois Wilhelm Bögershausen gestiftet und wird jährlich auf dem Deutschen Philatelistentag ein- bis zweimal verliehen.
"Alt" wird als Vorsilbe dem Landesnamen vorangestellt und ist dann eine Bezeichnung für die jeweils früheren Markenausgaben, die häufig ein Spezialsammelgebiet darstellen, wie zum Beispiel Altdeutschland als Oberbegriff der dem Deutschen Reich vorangegangenen Posthoheiten der deutschen Königreiche, Großherzogtümer, Hansestädte und anderer Bezirke.
Im Gegensatz zum "alten Brief" ist dies ein Brief aus der Zeit vor der Einführung von Briefmarken in dem betreffenden Land. Häufig ist bei einem Altbrief nur die Hülle als Faltbrief erhalten. Dann könnten sich allerdings Probleme bei der Datierung des Briefes ergeben, da die Stempelabdrucke nicht immer Aufschluß über das postalische Eingangsdatum geben. Altbriefe sind ein fesselndes Sammelobjekt. Sie sind die Grundlage der Vorphilatelie, der Vormarkenzeit.
Sammelbegriff für die ab 1849 bis zum Übergang der Posthoheit auf das Deutsche Reich gültigen Währungen. Ab 1875 war die Währung in Mark und Pfennig, aber es gab auch noch Briefmarken des Deutschen Reiches von 1870 bis 1874, die auf Groschen und Kreuzer lauteten.
Bezeichnung für einen seltenen, nur in Altenburg verwendeten Poststempel des 19. Jahrhunderts. Hierbei handelte es sich um einen Einkreisstempel mit je einem Posthorn oben und unten, dazwischen stand die Ortsbezeichnung "Altenburg".
Bezeichnung für einen vorwiegend aus dem vorigen Jahrhundert stammenden Ganzbrief nach Einführung von Briefmarken in dem jeweiligen Land. Die zeitliche Begrenzung ist zwangsläufig unterschiedlich. Alte Briefe sind auch ohne Marken häufig, weil die Verwendung von Briefmarken nicht überall von Anfang an obligatorisch war.
Bezeichnung für das systematische Sammeln, Erforschen und Auswerten von Briefen mit ihren Abstempelungen und Vermerken sowie anderen postalischen Belegen aus der Zeit vor der Einführung der Briefmarken.
Übliche Bezeichnung für die Luftpostsondermarke Ungarns aus dem Jahre 1955 anläßlich des Internationalen Buntmetallkongresses in Budapest. Die Marke ist auf einem mit Aluminiumfolie überzogenem Papier gedruckt worden. Als weitere Marke dieser Art ist die Sondermarke der Sowjetunion zu Ehren der KPdSU und des Sowjetvolks aus dem Jahre 1961 zu nennen.
Johann Amann war Briefmarkenhändler in Wien und gilt als Fälscher der in den 1890er Jahren aufgetauchten 34 Friedl'schen rosafarbenen, roten und gelben Merkure, die auf photolithographischem Wege in drei Typen hergestellt waren. Die Fälschungen weisen markante Abweichungen in Zeichnung und Umschrift zu den Originalen auf.
Die Firma ist eine der bedeutendsten Wertpapierdruckereien der Welt, die nicht nur die amerikanischen Banknoten, sondern auch die Postwertzeichen herstellt. Die Gesellschaft wurde 1795 als Murray, Draper, Fairham & Co. gegründet. Sie druckte Aktienzertifikate, aber auch Banknoten für die aufstrebende amerikanische Nation und auch Briefmarken in der Zeit von 1847 bis 1894.
Nach einer Krise im Jahre 1857 vereinigten sich am 29.04.1858 sieben große Druckereien zur American Bank Note Co. mit Sitz in New York. Schon zwei Jahre später spaltete sich die National Bank Note Compay ab.
Im Jahre 1867 zog sie in das Merchants Exchange Building an der 55. Wall Street um und 1882 zum Trinity Place 78-85.
Das erste Papiergeld wurde während des Bürgerkrieges am 17. Juli und 5. August des Jahres 1861 in Umlauf gebracht mit einem Wert von 60 Mio. US-Dollar, das als "Demand Notes" bezeichnet wird. Es folgten die ersten sog. "Greenbacks" mit 7,250 Mio. Noten zu Nennwerten von 5, 10 und 20 Dollar, die sowohl von der American Bank Note Co., als auch von der National Bank Note Co. gedruckt wurden. Beide Gesellschaften produzierten gleichzeitig aber auch Banknoten für die Konföderierten.
Ab 1862 stellte die American Bank Note Co. auch Banknoten für andere Länder her und gegen Ende des 19. Jahrhundertes waren dies 48 Länder. 1879 übernahm man dann die National Bank Note Co. und auch die Continental Bank Note Co. und ab 1887 arbeitete man auch für die amerikanische Postverwaltung. Ab 1887 wurde für den Druck ein neues Sicherheitspapier verwendet, das von Crane & Co. in Dalton/Massachusetts produziert wurde.
1891 begann man dann mit der Produktion des American Express "Travelers Cheque". Im ersten Jahr schon verkaufte American Expres Cheques für 9,120 Mio. US-Dollar. Im Jahre 2000 waren es schon Travellerschecks für 24,5 Mrd. US-Dollar. 1894 wurde der erste Kontrakt für den Druck von Briefmarken geschlossen und man produzierte die Ausgabe für die Kolumbusausstellung in Chicago 1892/93. Am 01.07.1894 übergab die Gesellschaft die Briefmarkenproduktion an das Bureau of Engraving and Printing in Washington, D.C., wo seitdem alle Ausgaben produziert werden.
Die "American First Day Cover Society" ist eine überregionale Vereinigung von Ersttagsbrief-Sammler in den USA. Im Internet ist die Vereinigung unter »www.afdcs.org« erreichbar.
Die "American Philatelic Association" wurde am 14.09.1896 in New York City mit John K. Tiffany als erstem Präsidenten gegründet. 1897 erfolgte die Umbenennung in "American Philatelic Society".
Die "American Philatelic Society" ist eine der größten Sammlervereinigungen der Welt. Sie ist auch vorbildlich in der philatelistischen Forschung. Mit 44.000 Mitgliedern ist sie eine der größten Verbände weltweit.
Die Society wurde am 14.09.1896 in New York City als "American Philatelic Association" mit John K. Tiffany als erstem Präsidenten gegründet. 1897 erfolgte die Umbenennung, die kurz danach wieder zurückgenommen wurde, aber seit 1908 nun endgültig ist. Um 1940 hatte man 4.000 Mitglieder, deren prominente US-Präsident Franklin Delano Roosevelt und sein Innenminister Harold L. Ickes waren. Im Juni 2004 wurde das "American Philatelic Center" eingeweiht.
Im Internet ist die Organisation unter der Adresse »www.stamps.org« erreichbar.
Die Bezeichnung "Amgot Mail Service" findet man auf Marken der alliierten Expeditionsarmee in Italien im Jahre 1943. Ob diese Serie, die sieben Werte, u. a. eine Luftpost- und Eilbotenmarke umfaßte, als amtlich verausgabt gelten kann, ist bis heute allerdings umstritten.
Diese wurde von der Handelskammer in Amiens wegen eines Poststreiks herausgegeben. Die Laufzeit war vom 13. bis 19. Mai 1909. Die Inschrift lautet "Chambre de Commerce Amiens" und der Nennwert betrug 10 Centimes.
Name einer internationalen Ausstellung, die z. B. im Jahre 1967, 1977 und in 2002 (anläßlich 150 Jahre niederländische Briefmarken) in Amsterdam stattfand.
Hierbei handelt es sich um einen besonders feinen Durchstich der kleinen Hermes-Köpfe zu 5, 10 und 20 Lepta Griechenlands von 1889/92, der nur bei Marken mit dem Stempel des Ortes Amphissa vorkommt.
Bezeichnung für die erste Markenausgabe für die amerikanische und britische Besatzungszone Deutschlands. Anfang 1945 war die Serie auch in Berlin gültig. Die Aufschrift lautete "AM Post Deutschland" und es gibt insgesamt drei Ausgaben, den Druck der Staatsdruckerei des Schatzamtes in Washington, den Druck von Harrison & Sons Ltd. in London und den Druck von Georg Westermann in Braunschweig. Die erste Ausgabe erfolgte am 19.03.1945 im Gebiet rund um Aachen.
Dies ist ein Vermerk auf Postsendungen, bei denen Briefmarken verwendet wurden, die seitens der Post aufgeklebt wurden, obwohl sie von den Kunden z. B. wegen Außerkurssetzung nicht mehr verwendet werden durften.
Bezeichnung für eine Tätigkeit, die von einer staatlichen oder von einer dazu autorisierten Stelle vorgenommen wird (dänisch und französisch: officiel, englisch: official, italienisch: ufficiale, niederländisch: officieel, portugiesisch und spanisch: oficial).
Bezeichnung für Postwertzeichen, die auf Anweisung bzw. Veranlassung einer staatlichen Postverwaltung oder durch eine dazu autorisierte Stelle herausgegeben werden.
Bezeichnung für einen Nachdruck, um zu prüfen, ob die Ausgabe auch fälschungssicher ist. Dies kam bisher nur einmal, nämlich im Jahre 1856, vor, als sog. Gravurimitationen erstellt wurden, die sich im Besitz des britischen Königshauses befinden.
Der amtliche Hinweis auf der Rückseite ist eine Art des Rückseitendrucks bei der Umwandlung der Markengattung, wie er z. B. in Rußland 1914/15 auf Marken, die als Notgeld dienten, vorkam ("Gleichwertig mit Silbergeld" oder "Kupfergeld").
Dies ist ein handschriftlicher Vermerk oder aufgeklebter Hinweiszettel auf einer Briefsendung, die auf dem Weg vom Absender zum Empfänger offen war und deshalb versiegelt wurde.
Dies ist eine aus Buchstaben oder Zahlen gebildete Kurzbezeichnung zur Kennzeichnung der Postämter. Bei der Deutschen Bundespost wurde dieses 1956 auf den Einschreibzetteln eingeführt, genauso wie bei der Post der ostdeutschen Deutschen Post.
Roald Amundsen (geb. 16.07.1872 in Borge, verschollen im Dezember 1991) war ein norwegischer Polarforscher, der u. a. per Flugzeug die gestrandete Nobile-Expedition zu retten versuchte und seitdem verschollen ist. Er ist des öfteren auf Briefmarken, wie z. B. auf einer &&norwegischen Sondermarke&& vom 23.06.1971 zu 100 Oere zu finden.
Allgemein gebräuchliche Bezeichnung für &&Lampen, die ultraviolette Strahlen aussenden&& und deshalb für viele Untersuchungsmethoden von Briefmarken verwendet werden können. Es gibt eine Ultraviolett-Lampe, mit der man z. B. die Fluoreszenz von Marken bestimmen kann.
Dies ist ein Hinweis auf eine mögliche Farbabweichung von der normalen Farbe in der deutschsprachigen philatelistischen Literatur (englisch: different in colour, französisch: de coleur différente).
Prof. Dr. Hans-Joachim Anderson (geb. am 02.10.1931) war Professor der Paläontologie an der Philipps-Universität in Marburg und bedeutender philatelistischer Autor. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen in verschiedensten Fachzeitschriften, wie z. B. "Die Beiträge zur Postgeschichte Oberschlesiens" (1986) und "Die Bezeichnung der Poststempelformen - eine Einführung in die stempelkundliche Terminologie" (1. Auflage als Heft 68 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde, 2. Auflage 1996 als Heft 145).
&&Andorra&& (offiziell Principat d’Andorra) ist ein unabhängiger Zwergstaat in Europa und befindet sich in den östlichen Pyrenäen zwischen Spanien (Katalonien) und Frankreich (Pyrénées-Orientales). Es wurde am 08.09.1278 gegründet und ist heute flächenmäßig der größte unter den sechs europäischen Zwergstaaten. Es ist das einzige Land der Welt, bei dem gleich zwei ausländische Amtsträger die Funktion des Staatsoberhauptes wahrnehmen (der Bischof von Urgell und der Präsident von Frankreich). Amtssprache: Katalanisch
Hauptstadt Andorra la Vella Staatsform: Konstitutionelle Monarchie Fläche: 468 qkm Einwohnerzahl: 73.000 (Juli 2007) Bevölkerungsdichte: 156 Einwohner pro qkm Währung: Euro (€) (unilateral eingeführt, nicht an der Europäischen Währungsunion beteiligt) Unabhängigkeit 08.09.1278 Zeitzone UTC + 1 Die Marken sind in französischer und in spanischer Sprache. Die Post wird demgemäß über Frankreich oder über Spanien ins Ausland befördert. Die erste Ausgabe der französischen Post erschien am 16.06.1931. Zu nennen sind außerdem 62 Portomarken aus den Jahren 1931 bis 1985. Die erste Ausgabe der spanischen Post datiert vom 28.03.1928. Es werden keine Wasserzeichen verwendet.
Einschätzung: wegen der moderaten Ausgabepolitik ist das Sammelgebiet weltweit recht beliebt und es kann eine Wertnote 2-3 vergeben werden.
Hierbei handelt es sich um zwei gekreuzte Linien, zuerst bekannt bei den Leerfeldern der österreichischen Marken von 1850/58, danach bei deutschen Markenheftchen. Das Andreaskreuz wird zum Auffüllen einer bestimmten Zahl von Briefmarken verwendet, bezeichnet aber auch die Stempel der Grenzpostämter Ferrara und Ponte Lagoscuro in Altitalien und ist eine Stempelform des Kirchenstaates.
Bezeichnung für den ersten, beim Beginn des Druckes anfallende Bogen. Die ersten Andrucke müssen meist als Makulatur gezählt werden, da sie zahlreiche Unvollkommenheiten aufweisen.
Hierbei handelt es sich um eine Reparatur von Briefmarken, wobei kleine fehlende Teile wie z. B. Zähne oder Ecken durch Aufweichen oder Aufrauhen der zu verbindenden Ränder durch Ineinanderfasern beim Trocknen verbunden werden.
Philatelistisch ist dies die Bezeichnung für Briefmarken und andere philatelistische Artikel, die zwischen Handel und Sammlern ausgetauscht werden.
Ein Tauschangebot beinhaltet von einem Sammler angebotene Stücke, die er gegen andere, ihm noch fehlende tauschen möchte.
Ein Verkaufsangebot beinhaltet Stücke, die von einem Händler oder einem Sammler zum Kauf angeboten werden.
Ein Auktionsangebot beinhaltet Stücke, die auf einer Auktion versteigert werden.
Bei geschnittenen Marken Bezeichnung für zum Teil weggeschnittene Umrandungslinien. Angeschnittene Marken sind nicht vollwertig (englisch: cut close bzw. margins, französisch: touché bzw. court de marge).
&&Angola&& war von 1870 bis 1950 »Portugiesische Kolonie« und von 1951 bis 1974 überseeische Provinz. Angola ist ein Staat in Südwest-Afrika und grenzt an Namibia, Sambia, die Demokratische Republik Kongo (Kongo/Kinshasa) und den Atlantischen Ozean. Die von Angola annektierte Exklave Cabinda (ehemals Portugiesisch-Kongo) liegt ganz im Norden zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo (Kongo/Brazzaville) am Atlantik. Der Name Angola leitet sich von dem Titel Ngola der Könige von Ndongo, einem Vasallenstaat des Kongoreiches ab. Die Region erhielt ihren Namen durch die ersten portugiesischen Seefahrer, die dort an der schwarzafrikanischen Küste anlandeten und ein Padrão, ein steinernes Kreuz der Inbesitznahme für den portugiesischen König, errichteten. Weitere Padrões finden sich weiter südlich bei Walfischbucht und an der südafrikanischen Küste. Amtssprache: Portugiesisch
Hauptstadt: Luanda
Staatsform: Präsidialrepublik
Fläche: 1,246 Mio. qkm
Einwohnerzahl: 15.900.000 (2007)
Bevölkerungsdichte: 8,8 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 1.150 US-Dollar (2005)
Währung: Kwanza
Unabhängigkeit von Portugal: 11.11.1975
Zeitzone: WAT (UTC+1) Für die "Kolonie Angola" wurden in der Zeit von 1870 bis 1950 insgesamt 338 Briefmarken verausgabt und für die "Überseeprovinz Angola" erschienen zwischen 1951 und 1974 insgesamt 267 Briefmarken. Die erste Ausgabe der Volksrepublik Angola datiert vom 11.11.1975. Zu nennen sind außerdem 41 Flugpostmarken aus den Jahren 1945 und 1947, 30 Portomarken aus den Jahren 1904 bis 1972 sowie drei Zwangszuschlagsmarken aus dem Jahre 1925. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
Einschätzung: die Briefmarken zeigen oft die Pflanzen- und Tierwelt und da die Ausgabepolitik in den letzten Jahren etwas zurückhaltender geworden ist, kann die Wertnote 3 vergeben werden.
Angola war seit dem 15. Jahrhundert portugiesische Kolonie und Teil des portugiesischen Postdienstes. Die ersten Marken mit sechs Werten, die die portugiesische Krone zeigten, datierten aus dem Jahre 1870. Neue Werte und Farben erschienen 1885. Im Jahre 1886 wurden neun Werte mit der Silhouette von König Luis I. von Portugal verausgabt, 1893 und 1898 folgten Marken mit dem Porträt von König Carlos I.
Wie in anderen portugiesischen Kolonien gab es auch in Angola ab 1910 zahlreiche Überdrucke. Zwischen 1914 und 1926 wurden insgesamt 40 Marken mit dem Motiv "Ceres" verausgabt. Die ersten Gedenkmarken erschienen 1938 anläßlich des Besuches von Präsident António Óscar Carmona. 1948 gab es zehn Marken anläßlich des 300. Jahrestages der Entdeckung von Angola. Die Dauermarkenserien, 24 Werte im Jahre 1951 mit einheimischen Vögeln und 20 Werte mit einheimischen Tieren im Jahre 1953, waren die ersten Marken, die voll in Farbe gedruckt wurden. In den 1950ern und 1960ern gab es weitere Serien mit lokalen Motiven, wie Eingeborenen, Kirchen etc.
Die erste Ausgabe nach der Unabhängigkeit war eine Marke zu 1,50 Escudos vom 11.11.1975. Das Markenprogramm blieb weiterhin konservativ mit 20 bis 30 Ausgaben pro Jahr, aber nach und nach wurde das Programm seit den 1990er Jahren immer mehr erweitert, wozu sicherlich auch zahlreiche Editionen mit der Inschrift "Angola" beitrugen, die nicht eindeutig von der Post authorisiert und deshalb auch nicht für den Postverkehr zugelassen waren.
Das Postgebiet der portugiesischen Azoren war vom 01.06.1892 bis zum 19.07.1905 dreigeteilt. Eines dieser Postgebiete war »Angra«, wozu die Inseln Terceira, Graciosa und Sao Jorge zählten. Die anderen Postgebiete waren Horta und Ponta Delgada. Es wurden vom 01.06.1892 bis 19.07.1906 insgesamt 34 Marken verausgabt. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
&&Anguilla&& (spanisch für "Aal") ist eine der Inseln über dem Winde der Kleinen Antillen in der Karibik, östlich von Puerto Rico gelegen. Politisch ist die Insel ein Überseegebiet des Vereinigten Königreichs. Zu Anguilla gehören noch mehrere kleine, unbewohnte Koralleninseln. Bis 1967 wurde die Insel zusammen mit St. Christopher und Nevis verwaltet, brach aber am 12.07.1967 die Beziehungen ab und die Abtrennung wurde am 10.02.1974 formal vorgenommen. Seit dem 30.05.1980 ist Anguilla ein von Großbritannien abhängiges Gebiet mit innerer Selbstverwaltung.
Amtssprache: Englisch
Hauptstadt: The Valley
Staatsform: Britisches Überseegebiet
Fläche: 102 qkm
Einwohnerzahl: 13.477 (2006)
Bevölkerungsdichte: 129,9 Einwohner pro qkm
Währung: Ostkaribischer Dollar
Zeitzone: UTC -4 Die ersten Briefmarken unter eigener Verwaltung erschienen am 04.09.1967. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Anguilla Postal Service.
Einschätzung: die Ausgabepolitik ist britisch-konservativ mit herrlichen Grafiken und deshalb kann die Wertnote 3 vergeben werden.
Diese gibt es z. B. bei Marken Belgiens der Ausgaben 1893-1914, wobei es sich um einen mit der Briefmarke verbundenen Spruchzettel mit dem Text "NE PAS LIVRER LE DIMANCHE, Net bestellen op Zondag" handelt. Wenn der Brief doch am Sonntag zugestellt werden sollte, mußte das Anhängsel entfernt werden. Bei Israel und UNO gibt es Anhängsel als sog. "TAB". (dänisch: vignet, englisch: coupon bzw. tab, französisch: talon bzw. vignette attenante, italienisch: appendice, niederländisch: aanhangsel).
Jacob Hugo Anheisser (geb. 12.01.1846 in Köln, gest. 04.01.1902 in Düsseldorf) war ein bekannter Philatelist, der zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften veröffentlichte und sich u. a. besonders um die Briefmarken von Thurn und Taxis bemühte. Er besuchte das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, machte eine kaufmännische Ausbildung in Lüttich, Brüssel, Köln, Montpellier und London und nahm bis 1871 am Deutsch-Französischen Krieg teil. Ab 1874 war er als Kaufmann in Düsseldorf tätig, wo er den Großhandel für Drogen und Materialwaren Preiser & Anheisser gründete. Mitte der 90er-Jahre zog er in seine Vaterstadt Köln zurück. Neben seiner Sammlertätigkeit seit 1856 beschäftigte er sich auch mit Archäologie, Numismatik und Heraldik und besaß eine Siegelsammlung von mehreren tausend Stücken. Anheisser gilt als bahnbrechender Forscher altdeutscher Abstempelungen und auf ihn geht auch eine interessante philatelistische Sprachbereinigung zurück, nämlich die Umwandlung der Worte "Neudrücke" oder "Aufdrücke" in die jeweilige Form mit dem Buchstaben "u" (-drucke).
Pater Clemens Anheuser (geb. am 31.01.1897 bei Rheinbrol, gest. 29.08.1968 in Nordhorn) war ein bedeutender deutscher Philatelist, der - zusammen mit Pater Gabriel Schmidt als Gründer der Sammlergilde St. Gabriel und des Weltbundes St. Gabriel gilt und auch für die Redaktion des Gildeblattes "Gabriel" tätig war. Er betrieb humanistische Studien bei deutschen Franziskanern in Holland, war Teilnehmer im 1. WK seit 1916 und wurde am 18.03.1920 Franziskanermönch. Ein Missionarsaufenthalt führte ihn nach Brasilien, von wo er wegen eines Nierenleidens 1926 zurückkehren mußte. Pater Anheuser gilt auch als wichtiger philatelistischer Autor. Er schrieb u. a. "Die christliche Welt im Markenbild" (Münster 1938, erschienen 1940 als "Wie herrlich ist dein Name auf der weiten Erde!", ab Juli 1942 erschien die erste Nummer der damaligen "Markomannenpost", die später "Gabriel" genannt wurde. Daneben gab es "Weihnachten in der Philatelie" (um 1967), "Das Bild der franziskanischen Orden auf Briefmarken" (Saarbrücken 1959) sowie zahlreiche Aufsätze in verschiedenen Fachzeitschriften.
Hierbei handelt es sich um einen Druck mit spirituslöslichen Anilinfarben bzw. ein Lichtpausverfahren, bei dem mit Phosphorsäure und Bichromat lichtempfindliches Papier belichtet und mit Anilindämpfern entwickelt wird.
Anjouan ist eine Insel der Komoren in Ostafrika, die Sultanat und ab 1886 französisches Protektorat war. Im Jahre 1911 wurde sie in die Kolonie Madagaskar eingegliedert und war ab 1946 ein Teil der französischen Kolonie Komoren. Zu nennen sind insgesamt neunzehn Briefmarken, die 1892 bis 1907 erschienen, wobei die ersten Marken die Inschrift "SULTANAT / D'ANJOUAN" trugen. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Bezeichnung für einen Doppelhaken zum Festmachen von Schiffen durch Auswerfen auf den Grund eines Gewässers, der auch sehr häufig als Motiv von Marken verwendet wird (englisch: anchor, französisch: ancre, italienisch und portugiesisch: ancora, spanisch: ancla).
Hierbei handelt es sich um die Abstempelung beim Auslieferungspostamt zur amtlichen Feststellung des Eingangs. In Deutschland war er allgemein seit 1909 gebräuchlich, heute nur noch bei besonderen Sendungen wie z. B. Eilzustellung (englisch: arrival postmark, französisch: cachet d'arrivée).
Bezeichnung für eine auf dem Druckbogen befindliche Markierung, die beim Drucken dazu diente, beim Einlegen des Bogens in die Maschine die richtige Anlage desselben zu finden. Man spricht auch von einem Anlagezeichen.
Bezeichnung für eine auf dem Druckbogen befindliche Markierung, die beim Drucken dazu diente, beim Einlegen des Bogens in die Maschine die richtige Anlage desselben zu finden. Man spricht auch von einer Anlagemarke.
Andere Bezeichnung für eine "Fußnote" bzw. einen "Hinweis" (dänisch, englisch und französisch: note, italienisch, portugiesisch und spanisch: nota, niederländisch: opmerking).
Verzeichnis beim Aufnahmepostamt für Sendungen, für die die Postverwaltung ggf. Schadensersatz beim Verlust leistet.
Verzeichnis für Landboten für ihm unterwegs aufgegebene Sendungen ggf. schadensersatzpflichtige Sendungen. Dies gab es z. B. beim Norddeutschen Postbezirk.
Gemeint ist hiermit ein Zeitpunkt, an dem an einem Tag keine Postsendungen mehr zur Beförderung entgegengenommen werden bzw. der Tag, an dem z. B. keine Zusendungen zur Abstempelung mit einem Sonderstempel angenommen werden (englisch: last collection, französisch: date de clôture).
Dies ist ein postalischer Vermerk durch einen Rücksendestempel auf Sendungen, deren Empfang verweigert wurde z. B. wegen Nachporto oder Nachnahme. Die Sendung geht an den Empfänger zurück.
Dies ist ein Aufdruck auf französischen Marken, um diese außer Kurs zu setzen. Gewisse Typen sind sehr selten und entsprechend teuer. Französisch für "entwertet" (englisch: cancelled).
Gabriele d'Annunzio war italienischer Dichter und Politiker und erorberte Fiume. Auf Marken des Freistaates Fiume findet man sein Bild und die Inschrift "Hic manebimus optime" ("Hier werden wir bestens bleiben"). Er wurde am 12.03.1863 in Pescara in den Abruzzen als Sohn eines reichen Landbesitzer und Bürgermeisters geboren. Als 16-jähriger Gymnasiast publizierte er sein Debüt als Lyriker mit "Primo vere", das er auf eigene Kosten drucken ließ und das sich stark an die Dichtung Giosuè Carduccis anlehnt. 1881 ließ sich D’Annunzio in Rom nieder, wo er bis 1889 als Journalist für die Zeitung "Tribuna" arbeitete. Ein Jahr später gelangte er mit dem Gedichtband "Canto nuovo" zu erstem Ruhm. Nach 1898 gehörte D’Annunzios Begeisterung dem Theater. 1897 wurde d’Annunzio Parlamentsabgeordneter der Konservativen, um 1900 den extremen Linken seine Stimme zu geben. Politisches Aufsehen erregte d’Annunzio nach dem 1. Weltkrieg, an dem er als Flieger teilgenommen hatte, denn nach dem Waffenstillstandsabkommen stiftete er im September 1919 eine Gruppe Freischärler dazu an, Fiume zu besetzen. Er starb am 01.03.1938 in seiner Villa bei Gardone Riviera.
Bezeichnung für eine Luftpostsendung, die auf einem Erst- bzw. Sonderflug befördert wird, der nicht in ursprünglichen Herkunftsland der Sendung beginnt. Außerdem Bezeichnung für eine Postbeförderung, die notwendig ist, um eine andere Postbeförderung zu erreichen bzw. von dort die Sendung weiterleiten zu können.
Dies ist eine Serviceleistung der Deutschen Post AG, wobei eine Postkarte mit der Aufschrift "Auftrag zur Prüfung einer Postanschrift" verwendet wird. Es wird eine Gebühr für diese Dienstleistung erhoben.
Hierbei handelt es sich um festgelegte Normen, wie eine Anschriftseite bei Postsendungen gestaltet sein muß. Diese Regeln sind besonders in heutigen Zeitalter der Postautomation notwendig, damit die Maschinen in den Briefzentren die Post bearbeiten können.
Im Jahre 1946 wurde beim Postamt Leipzig 1 eine Dienststelle eingerichtet, die im September 1946 in "Suchdienst für vermißte Deutsche" umgenannt wurde. Mit Hilfe besonderer Formblätter, die mit 50 Pf frankiert werden mußten, konnte man nach vermißten Angehörigen suchen.
Bezeichnung für einen Klebezettel mit Absenderangabe und Empfängeranschrift bei Paketen und Päckchen. Vorbereiteter Zettel für Großeinlieferer. Spezieller Zettel für den Versand einer Postwurfsendung mit Angabe der Anzahl der Sendungen sowie Bestimmungspostanstalt, Gebührenverrechnung und Tagesstempel.
Hierbei handelt es sich um eine Postkarte mit der &&Ansicht&& einer Stadt, Person, Landschaft.
Von amtlichen Ansichtskarten (Bildpostkarten) spricht man, wenn diese von der nationalen Postverwaltung mit einem Wertzeicheneindruck verausgabt wurden (englisch: illustrated postcard, französisch: carte postale illustrée).
Hierbei handelt es sich um ein Sammelgebiet, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Marken geben Länder wie Australien, Frankreich, Großbritannien und Neuseeland heraus, aber auch Belege von Forschungsschiffen und -stationen werden gerne gesammelt.
Dies ist eine Briefmarkenausgabe aus dem Jahre 1945 in der Sowjetischen Zone, der in Mecklenburg-Vorpommern (OPD Schwerin) herausgegeben wurde und die Köpfe von R. Breitscheid, E. Klausener und E. Thälmann zeigt.
Antigua gehört mit Barbuda und Redonda zu den Leeward-Inseln in der Karibik und war britische Kolonie. Bis 1956 stand die Insel unter der Präsidentschaft der britischen Kronkolonie Leeward-Inseln, war dann ab 1956 eine eigene Kolonie und seit 1958 Mitglied der Britisch-Westindischen Föderation sowie ab dem 27.02.1967 assoziierter Staat im Britischen Commonwealth. Ab dem 01.11.1981 ist es unter dem Namen Antigua und Barbuda selbständig.
Die Inseln &&Antigua und Barbuda&& bilden einen unabhängigen Inselstaat innerhalb des Commonwealth. Sie liegen zwischen dem Nordatlantik und der Karibik, südöstlich von Puerto Rico. Daneben existiert die unbewohnte Insel Redonda. Amtssprache: Englisch
Hauptstadt: Saint John's
Staatsform: Konstitutionell-parlamentarische Monarchie
Fläche: Antigua: 281 qkm, Barbuda: 161 qkm, gesamt: 442 qkm
Einwohnerzahl: 69.108 (2006)
Bevölkerungsdichte: 155,4 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 11.270 US-Dollar (2005)
Währung: 1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents
Unabhängigkeit von Großbritannien: 01.11.1981
Zeitzone: UTC -4 Stunden
Die ersten Briefmarken von Antigua und Barbuda erschienen am 01.11.1981 bei Erlangung der Selbständigkeit. Es wird kein Wasserzeichen verwendet.
Einschätzung: die Briefmarken spiegeln den Zauber der Karibik wieder, allerdings erscheinen viel zu viele Marken in immens hohen Auflagen, weshalb nur die Wertnote 4-5 vergeben werden kann.
Ursprüngliche Bezeichnung für die Ausgabe der Sowjetunion zum 20. Jahrestag des Beginns des 1. Weltkrieges aus dem Jahre 1934 mit der Inschrift "Anti-Wojennaja". Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Bezeichnung aber auch für andere Ausgaben benutzt, wie z. B. von der DDR im Jahre 1950 bei der Sonderausgabe &&"Erkämpft den Frieden"&&.
Dies ist ein bei Zeichnungen englischer Kolonialmarken vorkommendes Muster (altes Antillenmuster = großes, achteckiges Mittelstück; neues Antillenmuster = kleines, achteckiges Mittelstück). Daneben gibt es noch das sog. Nyassalandmuster, (Britisch-Honduras-Muster) und das sog. Seychellenmuster.
Antioquia war Teilstaat der "Vereinigte Staaten von Kolumbien" im Nordwesten von Kolumbien. Auf Grund der Verfassung von 1886 besaßen Antioquia und die anderen Teilstaaten eine eigene Souveränität mit dem Recht auf einen eigenen Finanzhaushalt und die Herausgabe von eigenen Briefmarken für den Landesteil. Zwischen 1868 und 1904 erschienen insgesamt 158 Briefmarken. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Bezeichnung für eine besonders in Deutschland verwendete deutsche Frakturschrift. Sehr schön ist der Gegensatz zwischen gotischen und lateinischen Buchstaben bei den Ausgaben Nr. 79 und 82 des Deutschen Reiches zu sehen.
Hierbei handelt es sich um eine Postkarte mit anhängendem Formular für die Antwort. Der Teil der "Doppelpostkarte", der für die Antwort vorgesehen ist, trägt die Inschrift &&"Postkarte - Antwortkarte"&&. Im Verkehr mit Weltpostvereinsländern ist ein Zusatztext "Carte Postale" in französisch vorgeschrieben. Im zwischenstaatlichen Verkehr wurde die Verwendung zum 01.07.1972 eingestellt. Der andere Teil heißt Fragekarte.
Der Schein wurde ausgegeben, um zwischen den Weltpostvereinsländern die Vorausbezahlung der Gebühr für einen internationalen Antwortbrief zu ermöglichen, seit dem Postkongreß in Rom 1906. Alle IAS werden in der Schweiz von dem Graphischen Betrieb "Benzinger AG" gedruckt (englisch: reply coupon, französisch: coupon-réponse).
Andere Bezeichnung für eine Menge bzw. mehrere Teile von einer Sache (dänisch: antal, englisch: number, französisch: nombre, italienisch: numero, niederländisch: antaal, portugiesisch: quantitade, spanisch: cantidad).
Französisch für "bevorzugte Behandlung". Viele Postverwaltungen bieten diese besondere Versandform an, wobei die Briefe entsprechend (meist mit einem Aufkleber) zu versehen sind.
Hierbei handelt es sich um alte Poststempel, die nur mit geringen Änderungen weiterverwendet wurden. So wurden z. B. nach 1945 - vor Einführung der vierstelligen Postleitzahlen - die Gebietsleitzahlen (hier ein Stempel aus Kamp-Lintfort, aus dem die Inschrift "(22a)" vor der Ortsbezeichnung entfernt wurde - die spätere Postleitzahl lautete "4132") entfernt.
Hierbei handelt es sich um eine &&Dekoration&& als naturnahes Ornament aus Blatt- und Rankenwerk, das auf Briefmarken oft als Umrandungsverzierung und Rahmenzeichnung verwendet wird.
Deutsche Bezeichnung für die Arab Postal Union. Dieser wurde 1954 von den arabischen Staaten zwecks Erleichterung des grenzüberschreitenden Postverkehrs gegründet.
Italienisch für "orange" ist eine Farbe, die bei Marken vorkommt (dänisch, englisch und französisch: orange, niederländisch: oranje, portugiesisch: laranja, spanisch: naranja).
Bezeichnung für die von Arbeitern nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland (Berlin, Dresden, Köln, Leipzig, München) gegründete Briefmarkensammlervereine, die sich um ein gutes Verhältnis zur Sowjetunion bemühten.
»Arbeitsgemeinschaften« sind Zusammenschlüsse von Sammlern im »BDPh«, die sich mit der Erforschung bestimmter philatelistischer Themen beschäftigen. Sie stellen innerhalb des BDPh eine besondere Organisationsform dar und veröffentlichen zu ihrem Gebiet auch Forschungsberichte. Eine andere Bezeichnung ist Forschungsgemeinschaft. Einige dieser Arbeits-/Forschungsgemeinschaften sind seit 1993 in einem eigenen Verband, dem VPhA zusammengeschlossen.
Die "Abstimmungsgebiet Schleswig in ArGe Schleswig-Holstein" befaßt sich mit der Erforschung der Ausgaben zur Zeit des Volksabstimmung in Schleswig nach dem 1. Weltkrieg. Sie ist eine Unterorganisation der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.argesh.de« erreichbar.
Die "Alliierte Feld- und Dienstpost in Deutschland" befaßt sich mit der Erforschung der Ausgaben des Alliierten Feld- und Dienstpost zur Zeit der alliierten Besetzung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg.
Die "Arbeitsgemeinschaft Alliierter Kontrollrat 1946/48 e.V." befaßt sich mit der Erforschung der Ausgaben des Alliierten Kontrollrates aus den Jahren 1946 bis 1948 zur Zeit der alliierten Besetzung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-alliierter-kontrollrat.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Altbriefsammler-Verein e.V. (DASV)" befaßt sich mit der Erforschung und dem Sammeln von Altbriefen.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.dasv-postgeschichte.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft AM-Post" befaßt sich mit der Erforschung der ersten Briefmarkenausgabe für die amerikanische und britische Zone zur Zeit der alliierten Besetzung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-am-post.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Astronomie & Philatelie im VPhA" befaßt sich mit der Thematik "Atronomie" in der Philatelie.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.astronomie-und-philatelie.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Philatelie Großherzogtum Baden im BDPh e.V." befaßt sich mit der Erforschung der Postgeschichte des Großherzogtums Baden von der Vorphila-Zeit bis ins 19. Jahrhundert.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arbeitsgemeinschaft-baden.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Bahnpost e.V." befaßt sich mit der Thematik "Bahnpost" in der Philatelie.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.uqp.de/bahnpost« erreichbar.
Die "Bautenserie 1948 e.V. Köln Arbeitsgemeinschaft im BDPh e.V." befaßt sich mit der alliierten "Bautenserie" nach der alliierten Besetzung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.bautenserie1948.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Bayern e.V. gegr. 1997" befaßt sich mit der Erforschung der Postgeschichte des Königreichs Bayern von der Vorphila-Zeit bis ins 19. Jahrhundert.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-bayern.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Bayern klassisch" befaßt sich mit der Erforschung der klassischen Postgeschichte des Königreichs Bayern von der Vorphila-Zeit bis ins 19. Jahrhundert.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www:arge-bayern.net« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Bergbau und Geowissenschaften e.V." befaßt sich mit der Thematik "Bergbau und Nebenthemen" in der Philatelie.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-bergbau-geowissenschaften.de« erreichbar.
Der "Berliner-Ganzsachensammler-Verein e.V." befaßt sich mit dem Sammeln von Ganzsachen.
Im Internet ist sie unter der Adresse »http://members.aol.com/bgsv1901« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Bezirksstempelaufdrucke SBZ 1948 e.V." befaßt sich mit dem Thema "Bezirksstempelaufdrucke" in der sowjetischen Besatzungszone zur Zeit der alliierten besetzung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg.
Die "Arbeitsgemeinschaft Protektorat Böhmen und Mähren" befaßt sich mit der Postgeschichte Böhmens und Mährens zur Zeit der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg.
Die "Arbeitsgemeinschaft Brasilien e.V. im BDPh e.V." befaßt sich mit der Postgeschichte Brasiliens.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-brasilien.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Neues Handbuch der Briefmarkenkunde e.V. im BDPh e.V." befaßt sich mit der Briefmarkenkunde.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.neues-handbuch.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Briefpostautomation e.V." befaßt sich mit der Erforschung der Briefpostautomation, also einem sehr modernen Sammelgebiet.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-briefpostautomation.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Brustschilde und Nachverwendete Altdeutschland-Stempel e.V." befaßt sich mit der Erforschung und dem Sammeln der sog. Brustschild-Ausgaben des Deutschen Reiches.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-brustschilde.de« erreichbar.
Die "BULGARIA - Interessengemeinschaft Bulgarien- Sammler" befaßt sich mit der Erforschung der Postgeschichte Bulgarien.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-bulgaria.de« erreichbar.
Die "Forschungsgemeinschaft China-Philatelie e.V." befaßt sich mit der Erforschung der Postgeschichte Chinas.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.forge-china.de« erreichbar.
Die "Bundesarbeitsgemeinschaft Christliche Motive / Sammlergilde St. Gabriel" befaßt sich mit der Thematik "Christentum auf Briefmarken" in der Philatelie.
Im Internet ist sie unter der Adresse »http://christl-motive.here.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Danzig e.V. - ArGe zur Pflege und Erforschung der Danzig-Philatelie" befaßt sich mit der Erforschung der Postgeschichte von Danzig besonders in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-danzig.de« erreichbar.
Die "Deutsche Demokratische Republik ArGe DDR - Spezial" befaßt sich mit der Erforschung der Postgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.ddr-spezial.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Deutsche Besetzung im Ersten Weltkrieg" befaßt sich mit der Erforschung der Postgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.DBWK1.de« erreichbar.
Die "Forschungsgemeinschaft für Philatelie und Postgeschichte Deutsche Einheit e.V." befaßt sich mit der Erforschung der Postgeschichte zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.forge-deutsche-einheit.de« erreichbar.
Die "Arbeitsgemeinschaft Deutsche Feldpost 1914-18" befaßt sich mit der Erforschung der Deutschen Feldpost im 1. Weltkrieg in den Jahren 1914 bis 1918.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.deutsche-feldpost1914-18.de« erreichbar.
Die "Studiengruppe Deutsche Gelegenheitsstempel - Maschinen-Serienstempel" befaßt sich mit der Erforschung der deutschen Gelegenheitsstempel mit dem Schwerpunkt Maschinen-Serienstempel.
Die "Studiengruppe Deutsche Gelegenheitsstempel - Sonder- und Werbestempel" befaßt sich mit der Erforschung der deutschen Gelegenheitsstempel mit dem Schwerpunkt Sonder- und Werbestempel.
Die "Arbeitsgemeinschaft Deutsche Geschichte im VPhA" befaßt sich mit der Erforschung der deutschen Geschichte.
Im Internet ist sie unter der Adresse »www.arge-deutsche-geschichte.de« erreichbar.