Abkürzung für "Postamt". Abkürzung für "per Adresse" als "über die Adresse von ... zustellen" bzw. "zuzustellen bei ...". Abkürzung für lateinisch "per annum" (jährlich) bzw. "pro anno" (aufs Jahr). Länderkennzeichen für Panama.
Bezeichnung für zwei senkrecht oder waagerecht zusammenhängende gleiche Marken. Ungleiche Paare (z.B. aus Markenheftchen und Markenheftchenbogen) werden als Zusammendrucke bezeichnet (dänisch und portugiesisch: par, englisch: pair, französisch: paire, italienisch: coppia, niederländisch: paar, spanisch: parejo).
Italienisch für "Postpaket" als Gattungsinschrift auf italienischen Paketmarken. Diese sind in der Mitte perforierte Doppelmarken, wobei der linke Teil mit der Inschrift "SUL BOLLETINO" (auf den Zettel) auf dem bei der Post verbleibenden Postkartenteil geklebt wird. Der Teil mit der Aufschrift "SULLA RICEVUTA" (auf den Empfangsschein) wird auf dem Teil, der dem Empfänger ausgehändigt wird, aufgeklebt.
Bezeichnung für einen besonderen Poststempel, der auf der Paketbegleitadresse abgeschlagen wurde und die ordnungsgemäße Übernahme des Pakets zur zeitweiligen Lagerung durch den Packmeister in der Packkammer bescheinigte.
Bezeichnung für einen Poststempel, der zur Abstempelung von Postwertzeichen auf einer unebenen und/oder weichen Unterlage verwendet werden kann, um einen lesbaren Stempelabdruck zu erzielen. Er wurde von der Deutschen Reichspost nach 1914 eingeführt.
Hierbei handelt es sich um ein Produkt der Deutschen Post AG, bei dem ein Verpackungsfaltkarton zusammen mit einer Motiv-Wertmarke verkauft wird. Je nach Gewicht und Bestimmungsbereich (Deutschland, Europa, sonstige Erdteile) gibt es verschiedene Motive und Portostufen.
Hierbei handelt es sich um ein Produkt der Deutschen Post AG, bei dem ein Verpackungsfaltkarton zusammen mit einer Motiv-Wertmarke verkauft wird. Je nach Gewicht und Bestimmungsbereich (Deutschland, Europa, sonstige Erdteile) gibt es verschiedene Motive und Portostufen.
Im 19. Jahrhundert in Großbritannien und in den USA verwendeter Stempel. Hierbei handelte es sich um einen speziellen Stempel, der auf der Sendung in Rot abgeschlagen wurde und kenntllich machte, daß die Freigebühr bar oder in Briefmarken entrichtet wurde (Inschrift "Paid"). In Deutschland gab es einen derartigen Stempel im 19. Jahrhundert nur auf Helgoland.
Bezeichnung für eine besondere Art der Paketmarke zur Freimachung der Gebühr für Eilbeförderung eines Pakets (z. B. in den USA 1925 25 c "SPECIAL HANDLING" für eine beschleunigte Zustellung zusammen mit der Briefpost).
Bezeichnung für einen Postvordruck, der in der von der Post vorgeschriebenen Form zur Einlieferung und Beförderung eines Pakets benutzt werden muß. Ursprünglich waren die Begleitpapiere für Pakete in Briefform (Paketbegleitbrief) gehalten oder bestanden aus einem einfachen Blatt Papier oder ab 1870 aus einer Postkarte (Paketbegleitadresse).
Bezeichnung für die zur Kontrolle der Pakete im Mai bis September 1919 von der Landesregierung in Tirol eingeführten Marken. Die Serie umfaßte sieben Werte und galt für Lebensmittelpakete.
Dies ist eine Markengattung zur Nacherhebung der Unterfrankatur bei Paketen. Diese wurden in den USA 1912 ausgegeben (Inschrift "U.S. Parcel Post/Postage due"). Fehlende Paketgebühren wurden sonst fast überall bar oder durch Portomarken verrechnet bzw. vom Empfänger erhoben, wenn der unfreie Versand von Paketen zugelasen ist.
Bezeichnung für ein Postamt in großen Städten, dem sowohl die Zustellung der Kleingutsendungen (Pakete, Päckchen) übertragen ist, als auch die Abfertigung abgehender Sendungen sowie die Bearbeitung durchgehender Sendungen. Bei der Deutschen Post AG geschieht die Bearbeitung und Beförderung von Paketsendungen heutzutage in einem sog. Frachtpostzentrum.
Bezeichnung für eine postalische Einrichtung zur Aushändigung von Kleingutsendungen an den Empfänger. Der Empfänger erhält zusammen mit der Benachrichtigung einen Schlüssel und kann dann seine Sendung zu jeder Zeit aus einem dazugehörigen Fach entnehmen.
&&Pakistan&& (amtlich: Islamische Republik Pakistan) ist ein Staat in Südasien. Er grenzt im Westen an den Iran, Afghanistan, China sowie an Indien. Im Süden hat Pakistan Anteil an der Küste des Arabischen Meeres, eines Nebenmeeres des Indischen Ozeans. Der Staat Pakistan entstand 1947 aus den mehrheitlich muslimischen Teilen Britisch-Indien, während die Gebiete mit hinduistischer oder sonstiger Bevölkerungsmehrheit sowie der größte Teil des überwiegend muslimischen Kaschmir im heutigen Indien aufgingen. 1956 rief sich Pakistan zur ersten Islamischen Republik der Erde aus. Der ehemalige Landesteil Ostpakistan ist seit 1971 als Bangla-Desch unabhängig.
Amtssprache: Urdu, Englisch, regional Sindhi
Hauptstadt: Islamabad
Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik
Fläche: (mit pakistanisch verwalteten Gebieten Kaschmirs) 880.254 qkm
Einwohnerzahl: 167,807 Mio. (2007)
Bevölkerungsdichte: 190,6 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 591 US-Dollar (2005)
Währung: Pakistanische Rupie
Unabhängigkeit: 14.08.1947
Zeitzone: UTC+5 Die erste Ausgabe als britisches Dominion erschien am 01.10.1947 und bis zum 07.12.1955 wurden 81 Briefmarken verausgabt. Die erste Ausgabe nach der Unabhängigkeit datiert vom 23.03.1956. Zu nennen sind außerdem 146 Dienstmarken aus den Jahren 1947 bis 1990. Es sind &&zwei Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Pakistan Post.
Einschätzung: wegen der sehr zurückhaltenden Ausgabepolitik wird die Wertnote 2 vergeben.
Bahawalpur war bis zum 15.08.1947 Teil von Britisch-Indien und danach unabhängig. Am 03.10.1947 wurde es an Pakistan angeschlossen. Die Briefmarken waren nur innerhalb des Gebietes von Bahalwapur verwendbar. Post nach Pakistan und das sonstige Ausland mußte mit pakistanischen Briefmarken frankiert werden. Die Briefmarken waren bis 1953 gültig. In den Jahren 1947 bis 1949 erschienen insgesamt 29 Briefmarken. Zu nennen sind außerdem 28 Dienstmarken aus den Jahren 1945 bis 1949. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Las Bela war bis 1947 Teil von Britisch-Indien und wurde danach an Pakistan angeschlossen. In den Jahren 1897 und 1901 erschienen zwei Briefmarken. Am 31.03.1907 ging die Posthoheit an Indien über. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Palästina war Teil des Osmanischen Reiches und wurde 1918 von britischen Truppen besetzt. Vom 01.07.1920 bis 15.05.1948 war es als &&Palästina und Transjordanien&& britisches Mandatsgebiet. Auf dem Gebiet wurde nach dem 2. Weltkrieg Israel gegründet, andere Teile wurden von Ägypten und Jordanien besetzt. Die erste Ausgabe der britischen Militärverwaltung erschien in den Jahren 1918 und bis 1942 wurden 73 Werte verausgabt. Zu nennen sind außerdem 20 Portomarken aus den Jahren 1923 bis 1928. Es sind &&zwei Wasserzeichen&& bekannt.
Die Palästinensischen Autonomiegebiete bestehen aus dem &&Gazastreifen&& und dem &&Westjordanland&& und liegen im Nahen Osten zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan. Sie werden geographisch zum Maschrek gerechnet und bezeichnen keinen unabhängigen Staat, sondern sind von Israel besetzt. Die Palästinensische Autonomiebehörde, die eine gewisse Autorität in den Palästinensischen Autonomiegebieten ausübt, wird von den meisten arabischen Staaten diplomatisch anerkannt. Von der Mehrheit der Regierungen und Staaten der Welt werden die Autonomiegebiete politisch und geographisch nur eingeschränkt anerkannt.
Amtssprache: Arabisch
Hauptstadt: Gaza und Ramallah (provisorisch, Ostjerusalem wird als Hauptstadt beansprucht)
Fläche: 6.300 qkm
Einwohnerzahl: 4,018 Mio. (2007); davon Westjordanland 2,535 Mio., Gazastreifen 1,482 Mio.
Währung/offizielles Zahlungsmittel: Neuer Israelischer Schekel; im Westjordanland auch Jordanische Dinar
Nationalfeiertag: 15. November Die erste Ausgabe erschien am 15.08.1994. Zu nennen sind außerdem sechs Dienstmarken aus dem Jahre 1994. Es wird kein Wasserzeichen verwendet.
Einschätzung: als Sammelgebiet nicht unbedingt preiswert, weshalb die Wertnote 2-3 vergeben wird.
Die Postgeschichte von Palästina ist stark von seiner geographischen Lage und den Verkehrsverbindungen der antiken Staaten im Nahen Osten, der Levante und dem Mittleren Osten geprägt. Erste Botensysteme gab es dort schon während der Bronzezeit unter der Regenschaft des Sargon von Akkad und danach schufen über Tausende von Jahren wechselnde Reiche ihre eigenen Postdienste. Für die Moderne sind auch Postämter der Ägypter, Deutschen. Franzosen, Italiener, Österreicher und Russen zu nennen, die mit Erlaubnis des Osmanischen Reiches entstanden. Daneben gab es die Postämter zur britischen Mandatszeit und solche, die nach 1948 gegründet wurden, nämlich die arabisch-israelischen. Seit diesem Jahr gab es in Palästina Postdienste, die von Ägypten, Israel, Jordanien und der Behörde der Palästinischen Autonomiegebiete betrieben wurden. Historisch gesehen, gibt es für "Palästina" verschiedene Bezeichnung, da man auch vom "Heiligen Land" spricht oder vom "Eretz Israel". Seit Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 gibt es auch eine Postgeschichte dieses Landes und seit Gründung der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Emission eigener Marken im Jahre 1994 auch eine neu-palästinensische Postgeschichte. Die ältesten Spuren eines Postsystems sind in der Bronzezeit zu finden, als Sargon von Akkad (2333-2280 v. Chr.) in der Region ein Reich schuf, das durch Straßen verbunden war, auf denen ein regulärer Postdienst verkehrte. Auch sein Sohn unterhielt diesen frühzeitlichen Postdienst. Zur Perserzeit (528-333 v. Chr.) gab es im alten Perserreich ebenfalls ein ausgebautes Straßennetz und einen sehr effizienten Postdienst. Dieser geht besonders auf König Darius I. (521-486 v. Chr.) zurück, der berittene Kuriere einsetzte, die die Depeschen des königlichen Hofes in die Provinzen brachten und nur zur Nahrungsaufnahme bzw. zum Pferdewechsel eine Rast einlegten. Dieses Postsystem wird sogar im Buch Esther in der Bibel beschrieben. Das nächste bekannte Postsystem ist aus der Zeit arabischer herrscher in der Zeit von 628 bis 1099 n. Chr. bekannt. Zur Zeit der Umerer (661-750 n. Chr.) wurde in Palästina nicht nur das erste arabische Münzsystem eingeführt, sondern es entwickelte sich auch ein Postdienst. Raststellen an den wichtigen Nord-Süd- und Ost-West-Verkehrsanbindungen dienten nicht nur Pilgern und Händlern, sondern auch dem Postdienst. Für die Zeit der Kreuzzüge (1099-1187 n. Chr.) sind ebenfalls Kurierdienste der christlichen Heere bekannt und zur Zeit der Mamelucken (1270-1516) gab es berittene Postboten, die die Post aus Deir el-Balah, Lydda und anderen Städten nach Kairo und Damaskus sowie umgekehrt beförderten. Zwischen 1617 und 1918 stand Palästina unter der Herrschaft der Osmanen, die eine staatliche Postverwaltung unterhielten. Gegen Ende ihrer Herrschaft durften auch fremde Mächte eigene Postämter einrichten. Allerdings war es Einheimischen seit 1900 bis zum Ende des 1. Weltkrieges und dem damit verbundenen Ende der Türkenherrschaft über Palästina verboten, diese ausländischen Postdienste zu nutzen. Die türkischen Marken waren ebenfalls nicht in Palästina gültig, als ab 1834 eine neue Postverwaltung für das Reich aufgebaut wurde. In Palästina gab es in jeder großen Stadt ein Postamt, wie in Acra, Haifa, Safed, Tiberias, Nablos, Jerusalem, Jaffa und Gaza. Ab 1841 wurde die Postroute von Istambul nach Beirut auch nach Palästina über Beirut und Damaskus bzw. Accra nach Jerusalem verlängert. Die Postdienste in der Region wurden meisten lokal durch die Gouverneure oranisiert. Um 1852 herum gab es z.B. eine Route Jerusalem-Hebron-Gaua und Tiberias-Nazareht-Chefa Omer-Accra, wobei die Route Jerusalem-Jaffa ab 1867 zweimal wöchentlich bedient wurde und ab 1884 die Route Nablos-Jaffa sogar täglich. Von türkischer Seite gab es 1860 zehn Postämter, 20 um 1900 und 32 im Jahre 1917. Fahrende Postämter gab es für die drei Routen Jaffa-Jerusalem, Damaskus-Haifa und Messudshi-Nablos. Aus der Osmanenzeit sind auch Beförderungsgebühren bekannt. Laut Edikt vom 12. Ramadan 1267 und späteren Ergänzungen wurde zwischen normalen Briefen, Expreßbriefen und amtlichen Briefen unterschieden. Die Gebühren wurden nach Art des Briefes, dem Gewicht und der Entfernung (in Stunden für die Beförderungszeit) berechnet. Demnach kostete z. B. ein normaler Brief um 1840 mit einem Gewicht von 10 Gramm 1 Para je Stunde. Als die Osmanen am 01.07.1875 dem Weltpostverein beitraten, wurden auch Postgebühren für Auslandspost entsprechend den internationalen Statuten festgelegt. Um 1837 erhielten Österreicher und Franzosen als erste Ausländer die Erlaubnis, Postämter in wichtigen Städten einzurichten, was 1862 auch in Palästina geschah. Andere europäische Mächte folgten, wie 1867 die Russen, 1898 die Deutschen und 1906 die Italiener. Diese Postämter dienten dazu, den familiären und sozialen Kontakt zur Heimat nicht abreißen zu lassen und außerdem Geldtransfers zu ermöglichen. Die Russen errichteten zu Beginn des 19. Jahrhunderts zudem Schiffsrouten im östlichen Mittelmeerraum für den Postverkehr. Die Österreicher wickelten ihre Post auch meist über Schiffsrouten ab, wie nach Jaffa (1854) und Jerusalem (1852). Safed und Tiberias wurden durch private Kuriere versorgt. Nach Nazareth und Bethlehem gab es keine offizielle Postroute. Der österreichische Postdienst beförderte auch die Post jüdischer Siedler. Das erste deutsche Postamt eröffnete am 01.10.1898 in Jaffa und am 01.03.1900 folgte ein weiteres in Jerusalem. Beide wurden im September 1914 geschlossen. Hilfsposten gab es in Ramleh (1902), Rishon Le Tzion (1905), Wilhlema Hamidije (1905), Sarona (1910), Emmaus (1909) und Sebil Abu Nebbut (1902). Briefsammelstellungen gab es in Beit Jala, Bethlehem, Hebron und Ramallah. Die Italiener eröffneten ihr Postamt in Jerusalem am 01.06.1908. Zwischen dem 01.10.1911 und dem 30.11.1912 war es vorübergehend geschlossen und dann bis zum 30.09.1914 im Betrieb. Auch ein ägyptisches Postamt gab es, das zwischen Juli 1870 und Februar 1972 bestand. Die Franzosen besaßen im Osmanischen Reich zahlreiche Postämter, die meist in Verbindung mit den örtlichen Konsulaten waren. In Palästina gab es drei Postämter, die 1852 in Jaffa, 1890 in Jerusalem und 1906 in Haifa eröffnet wurden. Britische Reisende in der Region konnten Post aus dem Ausland über die englischen Konsulate in Beirut, Aleppo, Jerusalem oder Damaskus in Empfnag nehmen bzw. über Händler oder Bankiers. Im November 1917 eroberte ein Britisch-Ägyptisches Expeditionskorps Palästina und die Gegend wurde bis 1948 Mandatsgebiet. Für die Post wurden zunächst britische und indische Marken verwendet. Ab Februar 1918 gab es Marken mit der Inschrift "E.E.F.", die neben Palästina auch in Cilicien, Syrien, Libanon und Transjordanien vewendet werden durften. Da hebräisch keine offizielle Sprache war, war die Inschrift in Arabisch und Englisch. Erst ab 1920, als das britische Mandat offiziell war, ließ der britische Hohe Kommissar auch Hebräisch auf Marken und Münzen zu und zwischen 1920 und 1923 gab es sechs Überdrucke, wovon vier in Jerusalem und zwei in London produziert wurden. Die jüdischen Mitglieder des Kooperationsrates wollten, daß neben "Palästina" auch "Eretz Israel" als Inschrift erscheinen sollte, wogeben sich die Araber vehement wehrten, da sie dies als eine politische Aussage betrachteten. Die Marken der Mandatszeit wurden durch die britische Verwaltung herausgegeben und die ersten Dauermarken erschienen am 01.06.1928. Überhaupt war die britische Post die beste im ganzen Mittleren Osten, da z. B. Briefe in Jerusalem täglich zugestellt wurden. Im Oktober 1923 trat das Mandatsgebiet sogar dem Weltpostverein bei, ab 1926 gab es Internationale Antwortscheine und die Postzustellung erfolgte per Schiff, Bahn, Auto und Pferd sowie ab 1927 auch per Flugzeug. 1948 ging der Postdienst auf den neuen Staat Israel über. Zur Mandatszeit gab es in Palästiena ca. 160 Postämter. In den Jahren 1917 und 1918 waren die Poststellen militärisch, bedienten aber auch Zivilisten und gingen danach in zivile Poststellen über. Bezüglich der Gebühren sah es so aus, daß das Porto für Zivilisten 1917 umsonst war und britische sowie indische Marken verwendet wurden. Mit Einführung der "E.E.F."-Marken mußte Post nach Übersse ab dem 10.02.1918 und nach Ägypten ab dem 16.02.1918 bezahlt werden. In den Jahren darauf entstand dann eine Gebührenordnung. Ab 1926 galt für Britannien und Irland eine ermäßigte Gebühr und zwischen dem 01.03.1938 und dem 04.09.1939 galten auch in Palästina die allgemeinen Luftposttarife des Empires. Da im Mai 1984 die jüdische provisorische Regierung (Minhelet Ha'am) keine eigenen Marken hatte, wurden Provisorien verwendet, die mit "doar" (hebräisch für "Post") überdruckt wurden. Erst danach besaß Israel eigenständige Briefmarken. Für die arabischen Gebiete um Gaza und die Westbank sowie Ostjerusalem gab es ägyptische und jordanische Briefmarken in den Jahren 1948 und 1967, wobei beide Länder die Marken mit "Palestine" überdrückten. Jordanien verausgabte 44 und Ägypten 180 Marken. Daneben gab es auch Propaganda-Ausgaben zweifelhafter Herkunft. Seit 1994 gibt es auch Marken der Palästinensischen Autonomiebehörde, wobei mit Ausnahme von 2004 und 2007 zahlreiche Marken und Blocks erschienen. Die Behörde hat - in Abstimmung mit der israelischen Regierung - das Recht, eigene Marken zu publizieren, Postämter zu unterhalten und auch die Gebühren festzusehten entsprechend den Osloer Verträgen. Seit 1999 ist auch ein direkter Postverkehr nach Ägypten und Jordanien wieder möglich. Offiziell sind die Marken vom Weltpostverien nicht anerkannt, da Palästina ja kein eigenständiger, völkerrechtlicher Staat ist, aber die Marken werden stillschweigend geduldet. Die Marken besitzen die Inschrift "Palestinian Council" bzw. "Palestinian Authority".
&&Palau&& (palaunesisch: Belau) ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Der Staat, der der pazifischen Inselregion von Mikronesien zuzuordnen ist, umfaßt die Palau-Inseln, die aus der westlichen Inselgruppe der Karolinen gebildet werden und nördlich von Papua-Neuguinea liegen. Je nach Größeneinstufung zählt die Inselgruppe zwischen 250 und 350 Inseln, deren bei weitem größte mit 409 qkm Babelthuap ist. Nur neun der Inseln sind bewohnt. Die meisten Inseln sind Atolle aus Korallenkalk, die nur wenige Meter über den Meeresspiegel herausragen. Die Inseln waren Teil des UNO-Treuhandgebietes Amerikanisch-Ozeanien und wurden am 01.01.1981 Republik mit eigener Selbstverwaltung. Seit dem 01.10.1994 sind sie unabhängig.
Amtssprache: Englisch, Palauisch, (Japanisch auf Angaur, Sonsorolesisch auf Sonsorol, Tobianisch auf Tobi)
Hauptstadt: Melekeok auf der Insel Babelthuap
Staatsform: Republik
Fläche: 508 qkm
Einwohnerzahl: 19.907 (2005)
Bevölkerungsdichte: 39,2 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 7.670 US-Dollar (2004)
Währung: US-Dollar
Unabhängigkeit: 01.10.1994
Zeitzone: (UTC +9) Die erste Ausgabe erschien am 10.03.1983. Es wird kein Wasserzeichen verwendet.
Einschätzung: wegen der Ausgabenflut mit vielen Kleinbogen kann nur die Wertnote 4- vergeben werden.
&&Panama&& (spanisch: Panamá) ist ein kleiner Staat in Zentralamerika, der an Costa Rica im Westen und Kolumbien im Osten grenzt. Der das Land durchquerende Panamakanal verbindet die Karibische See im Norden und den Pazifischen Ozean im Süden.
Amtssprache: Spanisch
Hauptstadt: Panama-Stadt
Staatsform: Präsidialrepublik
Fläche: 75.517 qkm
Einwohnerzahl: 3,191 Mio. (2006)
Bevölkerungsdichte: 42,3 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 4.630 US-Dollar (2004)
Währung: Balboa, US Dollar
Unabhängigkeit von Kolumbien: 03.11.1903
Zeitzone: UTC-5 Für Panama als Teilstaat der "Vereinigten Staaten von Kolumbien" erschienen 1878 vier Briefmarken, als Provinz der Republik Kolumbien von 1887 bis 1903 28 Briefmarken. Die ersten Ausgaben als selbständige Republik wurden am 10.11.1903 verausgabt. Es sind &&neun Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Dirección General de Correos y Telégrafos.
Einschätzung: wegen der zurückhaltenden Ausgabepolitik mit eigentändigen Grafik wird insgesamt die Wertnote 2- vergeben.
Der &&Panamakanal&& ist eine künstliche Wasserstraße, welche die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet und den Atlantik mit dem Pazifik für die Schiffahrt verbindet. Die erste Durchfahrt erfolgte am 15.08.1914. Der Kanal ist 81,6 km lang. Er verläuft zwischen den Städten Colón an der Atlantik- und Panama-Stadt an der Pazifikküste und führt durch den aufgestauten Gatunsee. Für die Benutzung muß ein Lotse an Bord genommen werden. Die ersten Briefmarken erschienen am 24.06.1904 und bis 1978 wurden 174 Freimarken, sechszehn Dienstmarken und 25 Portomarken verausgabt. Es wird kein Wasserzeichen verwendet.
Name des 1921 in Buenos Aires gegründeten Postvereins der amerikanischen Staaten, der aus dem 1911 gegründeten Südamerikanischen Postverein hervorging und durch den Beitritt Spaniens 1931 zum Amerikanisch-Spanischen Postverein umgewandelt wurde. Ziel ist die Erleichterung und Verbesserung des zwischenstaatlichen Postverkehrs zwischen den Mitgliedsländern.
Dies ist ein durch Verfilzung feinster Pflanzenfasern unter Zusatz von Füllstoffen aus wassergelöstem Papierbrei erzeugter blatttförmiger Werkstoff. Als Rohstoffe dienen vor allem Holz, gelegentlich auch Stroh, Gräser, Hadern und textile Lumpen sowie Altpapier. Die Rohstoffe werden nach entsprechender Aufbereitung zerkleinert und zu wassergelöstem Brei vermischt. Das Papier wurde um 105 n. Chr. in China erfunden und im 8. Jahrhundert von den Arabern übernommen. Erste Papiermühlen gab es im 13. Jahrhundert in Italien und im 14. Jahrhundert in Deutschland und Frankreich (dänisch: papir, englisch: paper, französisch und niederländisch: papier, italienisch: carta, portugiesisch und spanisch: papel).
Bezeichnung für eine Veränderung der Papierstruktur und -farbe durch Hitzeeinfluß. Die Papierfarbe geht von weiß über gelblich in einen Braunton über, wobei das Papier hochgradig brüchig und spröde wird.
Hierbei handelt es sich um eine Abweichung von der normalen Papierart, die durch fälschliche Verwendung eines anderen als für den Auflagendruck vorgesehenen Papiers verursacht wird. Hierbei kann es sich um den Druck auf einer anderen Papiersorte (z. B. auf gestrichenem statt gewöhnlichem Papier), um den Druck auf Papier einer anderen Farbe oder den Druck auf Papier ohne Wasserzeichen anstelle von Wasserzeichenpapier handeln.
Qualitätsbezeichnung für lose gestempelte Marken, bei denen durch Ablösung im Wasserbad das Papier gelöst worden ist und die keinerlei Papierreste mehr aufweisen.
Bezeichnung für an der Markenrückseite noch anhaftende Teile von Papier. Bei ungebrauchten Marken gilt dies als Wertminderung, bei gebrauchten Marken ist ein Wasserbad zu empfehlen, um die Reste zu entfernen.
Dies ist eine durch Lichteinfluß, Wärmeeinwirkung, Luftfeuchtigkeit oder natürliche Alterung eintretende Papierverfärbung. Besonders Papiere mit hohem Holzschliffanteil neigen zur Vergilbung, weshalb man derartige Marken möglichst vor hoher Wärme oder starken Sonnenlichteinstrahlung schützen sollte.
Bezeichnung für schmale Streifen dünnen Seidenpapiers mit Anschrift und kurzen schriftlichen Nachrichten, die 1870 durch Ballons während des deutsch-französischen Krieges aus der von preußisch-deutschen Truppen belagerten Festung Metz in das unbesetzte Frankreich ausgeflogen wurden.
Die Kolonie Britisch-Neuguinea wurde am 01.09.1906 in "Papua" umbenannt und stand unter australischer Verwaltung. 1942 bis 1946 gab es eine Militärverwaltung (ANGAU) und 1949 erfolgte eine Vereinigung mit dem UNO-Treuhandgebiet Neuguinea zu Papua-Neuguinea. Die erste Ausgabe unter dem Namen "Papua" erschien am 08.11.1906 und bis zum 06.09.1939 wurden 109 Briefmarken verausgabt. Zu nennen sind außerdem 33 Dienstmarken aus den Jahren 1908 bis 1930. Von 1945 bis 1952 wurden australische Briefmarken verwendet, danach die Ausgaben von Papua Neuguuinea. Es sind &&vier Wasserzeichen&& bekannt.
&&Papua-Neuguinea&& ist nach Indonesien und Madagaskar der drittgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik, wird zum australischen Kontinent gerechnet und umfaßt den Osten der Insel Neuguinea (der westliche Teil, West-Papua, gehört zu Indonesien) sowie mehrere vorgelagerte Inseln und Inselgruppen. Papua Neuguinea entstand 1949 aus der Vereinigung von dem unter australischer Verwaltung stehenden Proktorat Papua mit dem UNO-Treuhandgebiet Neuguinea und wurde 1975 unabhängig. Amtssprache: Englisch, Tok Pisin, Hiri Motu
Hauptstadt: Port Moresby
Staatsform: Parlamentarische Monarchie
Fläche: 462.840 qkm
Einwohnerzahl: 5,545 Mio. (2005)
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 560 US-Dollar (2004)
Währung: 1 Kina = 100 Toea
Unabhängigkeit: 16.09.1975
Zeitzone: UTC+10 Die ersten Briefmarken erschienen 1952. Zu nennen sind außerdem vierzehn Portomarken aus dem Jahre 1960. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Post PNG Limited.
Einschätzung: wegen der nicht immer seriösen Ausgabepolitik wird insgesamt die Wertnote 3- vergeben.
Dies ist ein in größeren Hafenstädten verschiedener Länder verwendeter Poststempel, mit dem die Frankatur einlaufender Schiffe ohne eigene Schiffspost entwertet wurde bzw. Übernahme der Post von Besatzungsangehörigen im Hafen oder auf der Reede liegender Schiffe.
Die Republik &&Paraguay&& ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im Osten an Brasilien, im Süden und Westen an Argentinien und im Norden und Westen an Bolivien grenzt. Der Name des Staates bedeutet "Wasser, das zum Wasser geht", abgeleitet von der Sprache der Ureinwohner Guaraní (pará "Ozean", gua "zu/von" und y "Wasser"). Der Ausdruck bezieht sich auf Guaraní meist nur auf die Hauptstadt Asunción, aber auf Spanisch auf das gesamte Staatsgebiet. Paraguay ist neben Bolivien der einzige Staat Südamerikas, der keinen direkten Zugang zum Meer hat. Das Land ist ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammengenommen.
Amtssprache: Spanisch, Guaraní
Hauptstadt: Asunción
Staatsform: Demokratische Republik
Fläche: 406.752 qkm
Einwohnerzahl: 6,506 Mio. (2006)
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 1.658 US-Dollar (2006)
Währung: Guaraní
Nationalfeiertag: 15. Mai (Unabhängigkeit von Spanien am 14./15. Mai 1811)
Zeitzone: UTC-4 Die ersten Briefmarken erschienen am 01.08.1870. Zu nennen sind außerdem 83 Dienstmarken, die zwischen 1886 und 1940 erschienen, zwölf Portomarken aus den Jahren 1904 und 1914, eine Telegraphenmarke aus dem Jahre 1900 sowie sechs Zwangszuschlagsmarken aus den Jahren 1972 bis 1984. Es sind &&fünf Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Direccion de Correos.
Einschätzung: die Briefmarken zeigen nicht immer unbedingt einheimische Motive und die Ausgabepolitik ist nicht immer moderat, weshalb insgesamt nur die Wertnote 3+ vergeben wird.
Während der Belagerung von Paris 1870/71 wurde die Post aus der belagerten Stadt durch Ballonpost befördert. Die Post in einem unbemannten Ballon hat die Bezeichnung "par ballon libre".
Während der Belagerung von Paris 1870/71 wurde die Post aus der belagerten Stadt durch Ballonpost befördert. Die Bezeichung "par ballon monté" auf Briefen deutet auf diese (bemannte) Beförderungsart hin. Briefmarken von Frankreich mit Handstempelaufdruck "B. Ballon/P.E." sind allerdings Fälschungen.
Bezeichnung für die in Kooperation von deutscher Post und Bahn unterhaltenen Nachtfrachtzüge, die besonders für den Kurier-, Paket- und Expreßdienst genutzt werden.
Hierbei handelt es sich um das Dauerfreimarkenmuster Ungarns 1917/34 mit Abbildung des Parlamentsgebäudes in Budapest einschließlich der Aufdruckausgabe mit 67 Werten mit dem Markenmuster "Bedapester Burg" der Jahre 1926/31.
In »Parma«, das zu Altitalien gehört, wurde am 01.06.1852 eine Serie "Wappen", 1859 "Lilie im Wappen" und 1859 "Schild im Achteck" sowie 1853/57 zwei Zeitungsmarken verausgabt. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Volker Parthen (geb. 26.09.1939 in Kassel, gest. 12.02.2000) war Briefmarkenauktionator und seit 1970 alleiniger Inhaber des Auktionshauses Heinrich Köhler. Er beschäftigte sich besonders mit den Ausgaben der ehemaligen deutschen Kolonien, deutscher Schiffspost und Chile. Er war Förderer philatelistischer Literatur und des Prüfwesens.
Hierbei handelt es sich um Markenausgaben durch Partisanenverbände im vom Gegner besetzten Hinterland für die Zivilpost in den von ihnen kontrollierten Gebieten. Derartige Marken gab es 1928/31 von den Rotarmisten in China, 1941 in Ostserbien und 1945 von italienischen Partisanen im Aosta-Tal und im Alto-Varesotto-Gebiet.
Bezeichnung für Übersichtstabellen zur Gebührenberechnung für die Personenbeförderung bei früheren deutschen Postverwaltungen im 18. und 19. Jahrhundert.
Dies ist ein auf einem Bogenrand auftretendes farbiges Kreuz aus dünnen Strichen, die bei Zwei- oder Mehrfarbendrucken zur richtigen Ausrichtung der Papierbogen dienen.
Dies ist ein auf einem Bogenrand auftretendes farbiges Zeichen aus dünnen Strichen, die bei Zwei- oder Mehrfarbendrucken zur richtigen Ausrichtung der Papierbogen dienen.
Bezeichnung für Briefmarken und Wasserzeichen von Ungarn und der Slowakei. In Ungarn ist es als Wasserzeichen 1912/47, in der Slowakei 1939/45 und als Marken in der Slowakei 1939/43 (Zeitungsmarken) verwendet worden.
Englisch für "patriotischer Briefumschlag" als Bezeichnung für einen illustrieten Umschlag in den USA, der durch seine Zeichnung und/oder Text auf das Verhältnis zwischen den Nord- und Südstaaten zur Zeit des Bürgerkriegs 1861/65 anspielt. Diese Belege sind sehr selten und deshalb auch sehr gesucht.
Emil Julius Wilhelm Pauli (geb. 09.03.1855 in Altdamm bei Stettin, gest. 31.01.1943) war Jurist und ein bedeutender Philatelist, der sich vor allem um die Fälschungsbekämpfung und die Verfolgung von Fälschern verdient gemacht hat. Er war Ehrenmitglied mehrerer philatelistischer Organisationen und Inhaber der Hans-Wagner-Medaille seit 1913.
Bezeichnung für das von der Deutschen Reichspost 1869/70 eingeführte Verfahren, mit dem Behörden etc. mit der Postwertzeichen die pauschale Abrechnung ihrer Portogebühren regelte. Man spricht deshalb auch von Portoablösung.
Abkürzung für "Payer à Destinataire" ("Porto bezahlt bis zum Empfänger"). Diesen Aufdruck findet man oft auf alten Briefen von Altdeutschland und anderen Ländern.
Abkürzung für "Payer à Destinataire" ("Porto bezahlt bis zum Empfänger") als Bestätigungsstempel in Frankreich ab 1836 zur Kennzeichnung der vollen Gebührenentrichtung für eine Briefsendung durch den Absender.
Bezeichnung für ein beliebtes Markenmotiv für Eilmarken mit Abbildung des geflügelten Pferdes der griechischen Sage (z. B. Italien seit 1930 und Spanien seit 1905).
Max Pellnitz (geb. 03.01.1864 in Erfurt, gest. 13.05.1931 in Leipzig) war langjähriger Redakteur der "Germania-Berichte" (1916-1929) und hatte zusammen mit Fritz Seifert maßgeblichen Anteil an der Schaffung der Friedemann-Medaille. Er war Vorstandsmitglied des "Bundes Deutscher Philatelistenverbände" und beschäftigte sich besonders mit Irland und britischen Abstempelungen.
Hierbei handelt es sich um ein sehr dünnes, aber festes, durchlässiges Papier, bei dem der Druck oft durchschlägt. Zur Briefmarkenherstellung wurde es wenig verwendet, wie z. B. auf den belgischen Freimarken von 1949.
Bezeichnung für den Probedruck der ersten Marke von Großbritannien in blauer Farbe vom 04.12.1840, die dann als Penny black erschien. Bezeichnung für die blaue 2-Penny-Marke von Großbritannien von 1840 (Nr. 2), die auch als Blue Penny bekannt ist.
Bezeichnung für den 1840 in Großbritannien durch die Postreform eingeführten einheitlichen Gebührensatz von 1 Penny für alle Briefe innerhalb des Landes bis zu einer halben Unze Gewicht. Dies war eine bedeutende Vereinfachung, da ab 1812 die niedrigste Gebühr 4 Penny betrug und nach Entfernungen und Anzahl der Briefe taxiert wurde.
Name der von 1680 bis 1794 in London bestehenden Stadtpost, die von Robert Murray und William Dockwra gegründet wurde. Diese hatte eine Hauptstation in der Lyme Street, je ein Postamt in den sieben Stadtbezirken und insgesamt ca. 500 Postannahmestellen mit stündlicher Postabholung, wobei die Zustellung bier- bis fünfmal täglich und im Stadtzentrum sogar zehn- bis zwölfmal täglich erfolgte.
Penrhyn (auch als "Tongareva" bekannt) ist ein Atoll, das zu den Cook-Inseln in Polynesien gehört. Penrhyn liegt 1.365 km nordöstlich von Rarotonga, der Hauptinsel der Cook-Inseln, entfernt. Der Atollring hat einen Umfang von etwa 77 km, die Fläche der Lagune beträgt 233 qkm. Als Insel der Cook-Inseln war Penrhyn einst Britisches Protektorat mit einer von den restlichen Cook-Inseln teilweise unabhängigen Verwaltung. Seit 1965 besteht für Penrhyn, zusammen mit den Cook-Inseln, Selbstverwaltung bei freier Assoziation mit Neuseeland. Die ersten Briefmarken von Penrhyn erschienen im Jahre 1902, wobei Briefmarken von Neuseeland mit einem Aufdruck "PENRHYN ISLAND" versehen wurden. Zu nennen sind außerdem 55 Dienstmarken, die in den Jahren 1978 bis 1987 verausgabt wurden. Es wird kein Wasserzeichen verwendet.
Einschätzung: es handelt sich um ein Sammelgebiet mit vielen einheimischen Motiven der Südsee, aber wegen der nicht immer moderaten Ausgabepolitik kann insgesamt nur die Wertnote 3 vergeben werden.
Hierbei handelt es sich um eine meist von Firmen verwendete Buchstabenlochung, die den Mißbrauch der Marken verhindern sollte und gleichzeitig auch als Werbung gedacht war.
Dies ist eine gedachte Linie in der Mitte zwischen zwei im Bogen benachbarten Markenreihen, auf der die Perforation angebracht sein soll. In der frühen Markenzeit war oft eine durchgehende Linie angegeben oder es gab Winkelecken.
Hierbei handelt es sich um eine ungegerbte, enthaarte und geglättete Tierhaut, die im Altertum und Mittelalter zum Beschreiben verwendet wurde. Ab dem 14. Jahrhundert wurde das Pergament immer mehr vom Papier verdrängt.
Bei dieser Papierart handelt es sich um eine Sonderpapierart, die aus dickem, wasserfesten Zellstoff hergestellt wird, die grauweiß bis grau, hart undglasig hart mit einer rauhen Oberflächenstruktur versehen ist. Zur Briefmarkenherstellung wurde dieses Papier bisher nur in Ausnahmefällen verwendet wie z. B. in Bayern 1916/20 bei dem sog. Kriegsdruck.
Hierbei handelt es sich um eine erstmalig 1892 von H. J. Dauth in Frankfurt a.M. hergestellte dünne Papierart, die zu den Sonderpapierarten gehört und hinter die man Marken wie in eine Scharniere stecken konnte. Man spricht auch von Pergamyn.
Die Firma "Messrs. Perkins, Bacon & Co." war eine Druckerei für Banknoten und Briefmarken und wurde besonders wegen der Black Penny, der ersten Briefmarke weltweit aus dem Jahre 1840 bekannt. Die Firma geht auf Jacob Perkins zurück, der im Jahre 1819 aus Boston, Massachusetts nach Großbritannien kam. Zusammen mit den Stechern Gideon Fairman and Charles Heath gründete er "Perkins, Fairman and Heath", die Produktionsfirma der 1-Pfund-Noten. Ab 1822 hieß es "Perkins & Heath" und seit 1829, als Heath seine Anteile verkaufte und J. B. Bacon sich einkaufte, "Perkins & Bacon". Henry Petch trat 1835 in die Firma ein und als diese die ersten Briefmarken druckte, war sie unter dem Namen "Perkins, Bacon & Petch" bekannt. Nach dem Tode von Petch im Jahre 1852 hieß es nur noch "Perkins, Bacon". 1861 verlor die Firma vorübergehend den Vertrag über den Briefmarkendruck, weil Kopien neuer Ausgaben unerlaubterweise an Freunde des Managements ohne Erlaubnis der Regierung weitergegeben wurden. Am 31.12.1879 bekam die Firma einen neuen Kontrakt, aber Folgeaufträge gingen an den Konkurrenten De la Rue. Man stellte auch eine Reihe von Kolonialmarken her, wie z. B. im Jahre 1853 für die Kolonie Kap der Guten Hoffnung.
Bezeichnung für ein ca. 1874 entwickeltes Briefmarkenalbum mit einem Punkt-/Netzvordrucksystem, das es sowohl fest gebunden als auch zum Nachkleben bzw. Austauschen von Blättern gab. Das Album von Alfred Moschkau bestand aus weißen, vordrucklosen Blättern in einer Mappe, das Album von Rudolf Friedl aus karierten Blättern in einer Kassette. Heute bezeichnet der Begriff ein Album mit Klemmfeder- oder Schraubdecke bzw. einen Ringbinder, in dem man Blätter beliebig auswechseln kann.
Bezeichnung für ein von Hugo Krötzsch in Leipzig zwischen 1893 und 1908 in mehreren Teilen herausgegebenes Handbuch über die Briefmarken von Altdeutschland, Rußland und Schweden. Das Handbuch wurde in Zusammenarbeit mit anderen sachkundigen Philatelisten erstellt und beschrieb sehr genau die Einzelheiten der Marken. Zudem gab es umfangreiche Tafeln mit Marken und Stempeln, so daß es auch heute durchaus noch interessant ist.
Bezeichnung für einen modernen Briefmarkenkatalog, wobei die einzelnen Blätter in einen Klemm-, Schraub- oder Ringbinder eingeheftet werden. Dieses Verfahren wurde erstmalig im Jahre 1962 beim Lipsia-Katalog angewendet. 1969 wurde der Katalog in einen Text- und einen Preisteil unterteilt, so daß ab dann eigentlich nur noch die Preisteile regelmäßig neu aufgelegt werden mußten.
Die Abkürzung "Caus. Priv." für "Causa Privata" (lateinisch für "persönliche Angelegenheit") findet man als handschriftlichen Vermerk auf alten Briefen aus der Vormärzzeit. Es handelt sich hier um eine Art des vorphilatelistischen Einschreibens, da der Brief nur dem Empfänger persönlich übergeben und nur von ihm geöffnet werden durfte.
Diese Idee stammt ursprünglich aus Österreich und ist inzwischen von zahlreichen Postverwaltungen aufgegriffen worden. Hierbei handelt es sich um ein vorgegebenes Grundraster, in das man eigene Motive oder Fotos einfügen kann. Die Mindestauflagenhöhen und Preise der einzelnen Postverwaltungen, die derartige Briefmarken zulassen, sind unterschiedlich.
&&Peru&& (spanisch: República del Perú, deutsch: Republik Peru) ist ein Staat im westlichen Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik. Den Namen "Peru" erhielt das Land erst von den spanischen Eroberern. Seine Herkunft ist nicht endgültig geklärt. Teilweise wird sie auf einen gleichnamigen Indianerhäuptling im Gebiet des Isthmus von Darién zurückgeführt, von dem die Spanier zum ersten Mal von einem sagenhaften Goldland im Süden erfuhren. Eine andere Theorie erklärt den Namen als Umformung aus dem Wort "pelu", das in der Sprache der in Kolumbien lebenden Chibcha "Wasser" bedeutet.
Amtssprache: Spanisch, Quechua, Aymara
Hauptstadt: Lima
Staatsform: Republik
Fläche: 1,285 Mio. qkm
Einwohnerzahl: 28,302 Mio. (2006)
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 2.650 US-Dollar (2004)
Währung: Nuevo Sol (PEN) 1 Euro = ca. 4,40 Nuevo Sol
Unabhängigkeit von Spanien: 28.07.1821
Nationalfeiertag: 28. Juli (1821 – Unabhängigkeit)
Zeitzone: UTC-5 Die ersten Briefmarken erschienen am 01.12.1857. Zu nennen sind außerdem 34 Dienstmarken aus den Jahren 1884 bis 1936, neun Paketmarken aus den Jahren 1896 bis 1905, 54 Portomarken aus den Jahren 1874 bis 1936 sowie 59 Zwangszuschlagsmarken aus den Jahren 1925 bis 1968. Es sind &&zwei Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Serpost.
Einschätzung: die Briefmarken zeigen die Kultur und Geschichte des Landes und es kann die Wertnote 2-3 vergeben werden.
Bezeichnung für die von Claude Humbert Piarron de Chamousset 1758 in Paris eingerichtete Ortspost mit neun Postämtern und einheitlichen Gebührensätzen für einfache Briefe mit weniger als einer Unze Gewicht. Die Gebühren betrugen 2 Sols innerhalb der Stadt und 3 Sols im Umkreis von Paris. Die Postboten machten auf ihren Botengängen durch eine Klapper auf sich aufmerksam und hatten einen einheitliche Kleidung. Da das Unternehmen mit 50.000 Livres sehr profitabel war, wurde es von der französischen Staatspost übernommen und löste das alte, im Jahre 1653 von Jean-Jacques Renouard de Velayer eingeführte Postsystem ab.
Ernst Petritz (1852-1926) war Briefmarkenhändler in Leißzig und einige Zeit Redakteur der Zeitschrift "Der Philatelist" des "Internationalen Philatelistenvereins zu Dresden von 1877". Auf ihn geht das erste Postwertzeichenmuseum in Deutschland zurück, das er 1891 bei sich zu Hause einrichtete.
Bezeichnung für einen gravierten Handstempel, mit dem ein Monogramm in die noch weiche Siegelmasse eingedrückt wird. Die Petschaft diente früher zum Verschließen von Briefen.
Phlatelistische Bezeichnung für die Markenentwertung in den Orten Bunden und Elze des Landes Hannover, die vorschriftswidrig mit einem Petschaft vorgenommen wurde.
In der ersten Zeit der Tschechoslowakei wurde die Post auch von Pfadfindern zugestellt. Hierzu wurden zwei Sonderbriefmarken zu 10 Heller, blau und 20 Heller, rot verwendet, die als private Ausgaben gelten. Man spricht auch von Skautpost.
Hierbei handelt es sich um einen Aufdruck eines großen radschlagenden Pfauenhahnes auf Frei- und Dienstmarken des britischen Dominions Birma, die 1940 als Aushilfsausgabe der projapanischen Unabhängigkeitsarmee Birmas dienten.
Bezeichnung für eine mit einem Pfeil von einer Armbrust oder einem Bogen abgeschossenene briefliche Mitteilung. Diese Beförderungsart gab es in Belgien während der 1. Weltkriegs bei den gegen die deutschen Besetzung kämpfenden Partisanen, weshalb Armbrüste und Bogen beschlagnahmt wurden.
Philatelistische Bezeichnung für Poststempel von Spanien in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Form einer Rosette aus vier Kreisbogen, wobei auf den Scheitelpunkten nach außen weisende Pfeile sitzen. Man spricht auch von einem Kleeblattstempel oder Spinnenstempel.
Nach der Rohstoffzusammensetzung handelt es sich um eine Papierart, die in Ost- und Südasien sowie in Südamerika unter Verwendung von Fasern des Papiermaulbeerbaums, von Bambus, Reisstroh, Chinagras, Jute, Agaven, Sunhanf, Pisang oder Borassus hergestellt wird. Diese recht gewöhnlichen Papiersorten sind gelblich bis bräunlich, faserig rauh, dünn bis sehr dünn, weich und fest, manchmal mit Reis, Oreniwurzel oder Aaun geleimt (faniert) und geglättet. Deshalb unterscheidet man hier auch zwischen Reisstrohpapier, Reisbastpapier, Hanffaserpapier und Zuckerrohrpapier.
Andere Bezeichnung für "Schwindelausgaben", also postwertzeichenähnliche Marken, die von privater Seite hergestellt werden. Hierbei kann es sich um Ausgaben mit der Inschrift bestehender Postverwaltungen handeln, die als vermeintliche Notausgaben zu spekulativen Zwecken in Krisen- und Kriegszeiten von privat hergestellt werden. Bezeichnung für Ausgaben mit der Inschrift bestehender Postverwaltungen, die von privat erfunden und gedruckt werden. Auch Bezeichnung für Ausgaben von offiziell nicht existierenden Ländern, die von privater Seite hergestellt werden. Bezeichnung für angebliche Ausgaben einer Exilregierung, die ohne deren Wissen von privater Seite hergestellt werden.
Name einer alle zwei Jahre stattfindenden deutschen Briefmarken-, Münzen- und Telefonwertkarten-Ausstellung in Köln, die von der APHV veranstaltet wird.
Die "Philatelic Federation of Pakistan" vertritt die Interessen der Briefmarkensammler und ihrer Vereine in Pakistan.
Im Internet ist die Organisation unter der Adresse »www.philatelicfederation.com.pk« erreichbar.
Die "Philatelic Federation of Southern Africa" vertritt die Interessen der Briefmarkensammler und ihrer Vereine in Südafrika.
Im Internet ist die Organisation unter der Adresse »www.philatelysa.co.za« erreichbar.
Wörtlich übersetzt bedeutet es "Freund der Gebührenfreiheit" - abgeleitet vom griechischen Wort "philos" ("Freund") und "ateleia" ("von der Steuer befreit"). Erstmals wurde es in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1864 benutzt. Die "Philatelie" ist somit das systematische Sammeln, Erforschen und Auswerten von Postwertzeichen (deshalb kann man auch von Postwertzeichenkunde sprechen) und anderen postalischen Belegen und Dokumenten aller Art.
Die "philatelie" ist eine philatelistische Fachzeitschrift aus Deutschland, die zwölfmal im Jahr kostenlos vom BDPh an alle Verbandsmitglieder geht und zu den angesehensten Fachzeitschriften weltweit gehört.
Dies ist eine Zusammenkunft von Philatelisten zum fachlichen Gedankenaustausch, zur Regelung und Beschlußfassung organisatorischer Angelegenheiten von Verbänden.
Der "Philatelistenverband der Republik Belarus" vertritt die Interessen der Briefmarkensammler und ihrer Vereine in Weißrußland.
Im Internet ist die Organisation unter der Adresse »www.bsfil.narod.ru« erreichbar.
Name der Vereinigung der im Kulturbund der ehemaligen DDR organisierten Briefmarkensammler. Der Verband wurde am 19.04.1969 Leipzig gegründet und hatte seinen Sitz in Berlin. Vorher gab es seit 1949 verschiedene Sektionen und Kommissionen, die sich mit der Philatelisten beschäftigten. Der Verband wirkte an der Erfüllung der kulturpolitischen Aufgaben des Kulturbundes mit. Seine speziellen Aufgaben waren die Förderung, Weiterentwicklung und Interessenvertretung der Philatelie, ihrer Nutzung im Sinne von Bildung und Erziehung, zur Vermittlung von Kenntnissen und Wissen sowie zur Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Sammlern aus kommunistischen Ländern. 1990 zählte der Verband 70.000 Mitglieder. Am 03.11.1990 beschloß er seine Auflösung zum 31.12.1990, worauf wie in Westdeutschland Landesverbände gebildet werden konnten, die dem Bund Deutscher Philatelisten e.V. beitraten.
Bezeichnung für eine Handelsfirma, die von einer Postverwaltung offiziell mit dem Vertrieb der von ihr verausgabten Briefmarken beauftragt wird. Hierbei handelt es sich meistens um große Firmen, die nicht nur die Erzeugnisse einer, sondern gleich mehrerer Postverwaltungen vertreiben. Bezeichnung für Firmen, die von fremden Staaten mit der Herstellung und dem Vertrieb der zu verausgabenden Erzeugnisse beauftragt werden. Bei diesen Staaten handelt es sich meist um afrikanische Länder oder Scheichtümer in Kleinasien.
Bezeichnung für eine Institution zur Erforschung philatelistischer Zusammenhänge und zur Verbesserung philatelistischer Kenntnisse. Sie führt allgemeine und spezielle Kurse durch, erarbeitet Grundsätze für philatelistische Betätigung, vergibt Forschungsaufträge und forscht selber. Außerdem unterhält sie eine meist umfangreiche philatelistische Fachbibliothek.
Durch philatelisische Organisationen werden an Personen Preise wie Medaillen und Ehrenurkunden für besondere Verdienste auf philatelistischem Gebiet vergeben. wobei es strenge Kriterien für die Vergabe gibt. In Deutschland gibt es z. B. seitens des Bundes Deutscher Philatelisten e.V. eine Verdienstnadel für philatelistische Leistungen, eine Ehrennadel für langjährige Mitgliedschaft und die Kalckhoff-Medaille. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Auszeichnungen von Vereinen und Verbänden.
Bezeichnung für eine spezielle Bibliothek mit philatelisischem Literaturbestand, der meist durch Einsichtnahme vor Ort oder Fernleihe genutzt werden kann. Eine Übersicht über Fachbibliotheken weltweit finden Sie bei »PHILALINKS«.
Bezeichnung für eine periodisch erscheinende Druckschrift philatelistischen Inhalts, meist monatlich oder quartalsmäßig. Erste Artikel über Briefmarken wurden bereits 1840 in Zeitungen Großbritanniens veröffentlicht. Die erste Fachzeitschrift entstand 1862 in Großbritannien unter dem Titel "The Monthly Advertiser" von der Edwar Moore & Co. in Liverpool. In Deutschland gab es schon 1863 das "Magazin für Briefmarken-Sammler" von Alwin Zschiesche in Leipzig.
Bezeichnung für eine Kartei mit 150 verschiedenen Farben und Farbtönen, wobei jeweils drei Farbintensitäten abgebildet sind. Diese Kartei wurde früher von der Firma Gebr. Senf vertrieben.
Bezeichnung für einen Zusammenschluß von Philatelisten zur Pflege ihres Hobbbys und zur Lösung der damit verbundenen Belange. Dies können Vereine, aber auch Verbände und Arbeitsgemeinschaften sein.
Bezeichnung für eine Vertriebsstelle für Postwertzeichen, wobei es sich meist um Neuheiten handelt. Diese kann durch die Postverwaltungen selbst oder einer beauftragten Einrichtung geschehen.
Bezeichnung für eine kleinere Ausstellung, die zu einer bestimmten Veranlassung und/oder einem bestimmten Sammelgebiet erfolgt und auf der meist sehr hochwertige Exponate gezeigt werden. Die Teilnahme erfolgt i.d.R. durch Einladung des Veranstalters.
Bezeichnung für ein Fachbuch, das sich mit der Philatelie beschäftigt. Es kann sich um eine Ergänzung zu einem Katalog mit ausführlichen Beschreibungen von Marken oder aber um eine Sammlung philatelistischer Abhandlungen handeln.
Die Republik der &&Philippinen&& (Republika ng Pilipinas, englisch: Republic of the Philippines) liegt im westlichen Pazifischen Ozean und gehört zu Südostasien. Das Südchinesische Meer trennt die Inselgruppe von Vietnam im Westen, die Celebessee von Indonesien im Süden. Der Archipel, der sich von 5° bis 21° nördlicher Breite und von 117° bis 126° östlicher Länge erstreckt, bildet den fünftgrößten Inselstaat der Welt nach Indonesien, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Japan. Die Philippinen waren eine spanische Kolonie, die am 10.12.1898 an die USA abgetreten wurden. Amtssprache: Filipino, Englisch
Hauptstadt: Manila
Staatsform: Präsidialrepublik
Fläche: 300.000 qkm
Einwohnerzahl: 89,468 Mio. (2006)
Bevölkerungsdichte: 298,2 Einwohner pro qkm
BIP/Einwohner: 1.320 US-Dollar (2004)
Währung: Philippinischer Peso
Unabhängigkeit: von Spanien am 12.06.1898 (inoffiziell), von den USA am 04.07.1946 (offiziell)
Nationalfeiertag: 12. Juni
Zeitzone: UTC +8 Die erste Ausgabe als spanische Kolonie erschien am 01.02.1854 und bis 1898 wurden 206 Briefmarken verausgabt. Die erste Ausgabe als amerikanische Besitzung erschien am 30.06.1899 und bis zum 28.05.1946 erschienen 251 Briefmarken. Die erste Ausgabe als unabhängige Republik datiert vom 04.07.1946. Zu nennen sind außerdem 60 Dienstmarken aus den Jahren 1926 bis 1970, neunzehn Portomarken aus den Jahren 1899 bsi 1947 sowie 43 Zwangszuschlagsmarken aus den Jahren 1958 bis 1975. Es sind &&sieben Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet PhilPost.
Einschätzung: die Briefmarken bieten eine große Motivvielfalt, aber die Ausgabepolitik ist nicht immer moderat, so daß insgesamt die Wertnote 3+ vergeben wird.
Bei der "Philokratie" geht es um das systematische Sammeln oder Erforschen von Postkarten, hierunter sehr häufig Ansichtskarten. Sammler, die sich damit befassen, werden als Philokartisten bezeichnet. Die Namensgebung leitet sich aus dem Griechischen ab. "Philos" heißt der Freund.
Viele Ansichtskartensammler sammeln topografische Karten aus ihrer Umgebung, andere sammeln Motivkarten, Karten zu einem bestimmten Thema oder Karten von bestimmten Künstlern. Meist werden die Karten wegen des dokumentarischen oder künstlerischen Wertes geschätzt. Viele Sammler von Ansichtskarten sind gleichzeitig Heimatsammler und manche von ihnen sammeln gleichzeitig auch Briefmarken (Philatelie) oder haben noch andere Sammelgebiete wie z.B. Münzen (Numismatik). Demnach läßt sich das Sammeln folgdendermaßen zusammenfassen:
1. Nach Arten der Abbildungen und Verwendungszweck:
· Topografie-Karten
· Motivkarten
· Grußkarten
2. Nach Arten nach Zeit und Drucktechnik:
· Fotopostkarten
· Lithografien
· Vorläufer-Karten
Name eines bekannten Briefmarken- und Münzhandelsunternehmen in der Schweiz mit deutscher Niederlassung in Weil am Rhein, das auch eigene Alben herausgibt.
Bezeichnung für eine aus einem Tonträger (Schallplatte, Tonband, CD) bestehende Postsendung, die in einem festen, unverschlossenen Behälter verpackt sein und die Aufschrift "Phonopostsendung" tragen muß.
Zur Erleichterung der Postautomation wurden Marken mit phosphoreszierenden Stoffen versehen, die unter einer Prüflampe aufleuchten und nach dem Ausschalten noch kurz nachleuchten. Siehe auch Fluoreszenz.
Bezeichnung für eine besondere Form der Postübergabe, die erstmals Anfang 1929 auf hoher See mit dem Schiff Leviathan erprobt wurde. Der Postbeutel befand sich an einem speziellen Gestell auf dem Deck und wurde von einem heranfliegenden Flugzeug mit einem Karabinerhaken an einem langen Seil abgenommen.
Bezeichnung für einen mit Brieftaubenpost beförderten Brief. Dieser mußte in möglichst kleiner Schrift im Telegrammstil verfaßt sein und wurde auf einem bestimmtem Formular aus sehr dünnem Papir verfaßt.
Bezeichnung für ein Spezialpapier mit Chromgelatinenüberzug, der durch Belichten in ein die Tonwerte des Bilds wiedergebendes Relief umgewandelt wird und oft beim Rakeltiefdruck benutzt wird.
Hierbei handelt es sich um ein &&wichtiges Sammlerutensil&&, um die Berührung von Briefmarken mit den Fingern zu vermeiden, damit diese keine Schäden oder Flecken bekommen (dänisch und niederländisch: pincet, englisch: pair of tweezers, französisch: pince, italienisch: pinze).
Bezeichnung für einen Flug mit amtlicher oder halbamtlicher Versuchspostbeförderung zu der Zeit, als das Fliegen selbst noch am Anfang seiner Entwicklung stand.
Dr. Paul Pirl (geb. 23.03.1873, gest. 23.06.1947) war ein bedeutender deutscher Philatelist mit den Spezialgebieten Helgoland, Luxemburg, Japan und Transvaal. Er war nicht nur Fachautor, sondern auch anerkannter Prüfer.
Hierbei handelt es sich um eine Barfreimachung auf Postsendungen von Angehörigen des deutschen Truppentransporters "Pisa", da die 5-Pf-Freimarken auf einer Fahrt im Jahre zu den deutschen Kolonialgebieten in Ostasien aufgebraucht waren.
Pitcairn besteht aus den polynesischen Inseln Pitcairn, Ducie, Henderson und Oeno. Die Bevölkerung der britischen Kolonie stammt von den 1790 nach Pitcairn gekommenen Meuterern des Schiffes Bounty und von Taihitianerinnen ab.
Bezeichnung für eine Marke, bei der auf Grund eines Prägedrucks Teile des Markenbildes plastisch hervorstehen. Bezeichnung für eine Marke, die auf Grund ihres speziellen Herstellungsverfahrens bei Betrachtung mit einer 3-D-Brille dreidimensional und somit räumlich aussieht. Eine derartige Marke gab es z. B. 1956 von Italien anläßlich der Aufnahme in die UNO.
Philatelistische Bezeichnung für den Druck von einer ebenen Druckform in einer Schnellpresse, wobei die Druckform unter den Druckzylinder hin- und herlaufend über den Druckbogen geführt und gegen das Papier gedrückt wird. Ein &&Plattendruck&& ist aber auch mit einer Tiegeldruckpresse möglich.
Die Ursache für einen "Plattenfehler" liegt in einer Beschädigung der Druckplatte. Diese zeigt sich immer auf einem bestimmten Feld des Markenbogens und können auf der ganzen Auflage auftreten, es sei denn, der Fehler wird durch eine Retusche beseitigt. Plattenfehler sind jedoch keine Druckzufälligkeiten (englisch: plate flaw, französisch: erreur de gravure bzw. planche défectueuse).
Bezeichnung für die laufende Nummer der Druckplatte, die sich mehr oder weniger versteckt im Markenbild wiederfindet (englisch: plate number, französisch: numéro de planche).
Französisch für "Papierfalte", wobei hier eine echte Papierfalte gemeint ist, die nicht durch eine Beschädigung entstanden ist (wie z. B. Belgien 1949/63) und von Spezialsammlern sehr gesucht ist.
Dr. Wilhelm Ploenes (geb. 08.09.1911; gest. 17.02.1964) war ein bekannter deutscher Philatelist, der von 1948 bis 1964 nebenberuflich die Herausgabe der Zeitschrift "Sammler-Lupe" leitete.
Den ersten "Plusbrief" gab die Deutsche Post AG am 10.06.1998 heraus. Er ist ein Briefumschlag mit aufgedruckter (Sonder-)Briefmarke und somit die Bezeichnung für die moderne Form einer deutschen Ganzsache. Der &&Plusbrief&& ist somit bereits mit Umschlag und aufgedruckter Sondermarke versandfertig freigemacht und in verschiedenen Formaten für alle Briefsendungen erhältlich. Neben dem Portowert wird ein Zuschlag genommen, da das Papier ja auch Geld kostet. Somit hat der Postkunde den Vorteil, daß er beim Kauf die Karte bzw. den Umschlag quasi umsonst dazu bekommt.
Beim &&"Plusbrief Individuell"&& kann der Postkunde - ergänzend zum "normalen" Plusbrief - sein eigenes Motiv innerhalb eines festgelegten Bereiches der Marke ganz nach seinen Wünschen gestalten. So bewirbt er sein Unternehmen, seine eigene Marke oder sein Produkt an exklusiver Stelle. Die Deutsche Post AG bietet den Brief in den Standardformaten DIN lang, DIN C6/5 und DIN C4 an.
Der Plusbrief Individuell bietet folgende Möglichkeiten:
* Individuelle Gestaltung des Markenmotivs und eines bestimmten Bereiches der Umschlag-Vorderseite ganz nach den eigenen Wünschen schon ab einer Bestellmenge von 20 Stück;
* Überzeugende Präsentation einer eigens ausgewählten Marke für verstärkten Öffnungsanreiz und erhöhte Responserate;
* Einfache und bequeme Bestellung direkt online:
* Versandfertige Lösung, flexibel einsetzbar auch für jede Art von Geschäftspost.
Der Brief kann online unter »www.plusbrief-individuell.de« bestellt werden. Schon ab einer Bestellmenge von 20 Stück bis 10.000 Stück kann man seine eigenen Umschläge gestalten. Man wählt ein Umschlagsformat mit oder ohne Fenster, Frankaturwert und Klebungsart und lädt danach die gewünschten Motive für Marke und Umschlag hoch.
Der "Plusbrief Kreativ" richtet sich speziell an Firmen und bietet dem Postkunden die Möglichkeit, die Vorder- und Rückseite seiner Plusbriefe mit seinem persönlichen Firmenlogo und/oder einer speziellen Werbebotschaft zu gestalten. Der Postkunde kann seinen individuellen Umschlag zusammenstellen, indem er eine spezielle Sondermarke, eine außergewöhnliche Farbe, ein besonderes Format oder auch eine andere Fenstergröße auswählt.
Der Plusbrief Kreativ bietet folgende Vorteile:
* Höchster Qualitätsanspruch und Öffnungsattraktivität durch gleichbleibende und farbbrillante Offsetdruck-Qualität;
* Man schafft eine besonders positive Wahrnehmung seiner Sendung und steigert die Zahl der Responseraten;
* Von der Beratung über die Gestaltung und Produktion bis hin zur kostenfreien Lieferung kann man den Service der Deutschen Post AG in Anspruch nehmen.
Auch die "Pluskarte" ist wie der Plusbrief der Deutschen Post AG ist mit der aufgedruckten Briefmarke direkt versandfertig. Die (eingedruckte) Sondermarke sorgt für besonders hohe Aufmerksamkeit bei den Empfängern von Sendungen. Die &&Pluskarte&& ist bestens geeignet zur Beantwortung von Preisausschreiben und zum Versand als selbstgebastelte Grußkarte. Auch als Einladungskarte für Messen und Veranstaltungen oder als Responseelement im geschäftlichen Bereich kommt die Pluskarte besonders gut an.
Bei der "Pluskarte Individuell" kann man sein eigenes Motiv innerhalb eines festgelegten Bereiches der Marke ganz nach eigenen Wünschen gestalten. Die Karte in den Formaten DIN lang, DIN C6, DIN A6 und DIN C5. Die Karte bietet folgende Vorteile:
* Individuelle Gestaltung des Markenmotivs und eines bestimmten Bereiches der Vorderseite ganz nach eigenen Wünschen schon ab einer Bestellmenge von 20 Stück;
* Überzeugende Präsentation der gewünschten Marke für verstärkten Öffnungsanreiz und erhöhte Responserate;
* Einfache und bequeme Bestellung direkt online;
* Versandfertige Lösung, flexibel einsetzbar für jede Art von Geschäftspost.
Die Karte kann online unter »www.plusbrief-individuell.de« bestellt werden. Schon ab einer Bestellmenge von 20 Stück bis 10.000 Stück kann man seine eigene Karte gestalten. Man wählt ein Format und lädt danach die gewünschten Motive für Marke und Karte hoch.
Abkürzung für "Porto mit Vergütungs-Compensation". Dies kommt in Rechteckstempeln von Preußen auf portopflichtigen Dienstsachen zwischen preußischen Gerichtsdienststellen im mitteldeutschen Raum und Behörden in Sachsen, Anhalt sowie der preußischen Provinz Sachsen vor.
Abkürzung für "Porto mit Vergütungs-Compensation". Dies kommt in Rechteckstempeln von Preußen auf portopflichtigen Dienstsache zwischen preußischen Gerichtsdienststellen im mitteldeutschen Raum und Behörden in Sachsen, Anhalt sowie der preußischen Provinz Sachsen vor.
Victor Adolf Theophil von Podbielski (geb. 26.02.1844 in Frankfurt an der Oder, gest. 21.01.1916 in Berlin) war ein königlich preußischer Generalleutnant à la suite, Staatsminister und Landwirtschaftsminister sowie kaiserlich deutscher Staatssekretär des Reichspostamts. Außerdem war er Gutsbesitzer der Güter Dallmin, Bootz und Streesow mit Wittmor, alle im Landkreis Westprignitz.
Er entstammte einem einst polnischen Adelsgeschlecht und war der Sohn des Generals der Kavallerie Theophil von Podbielski (1814-1879), einem Veteranen der Einigungskriege, und der Agnes von Jagow (1823-1887). Podbielski heiratete am 05.05.1891 auf Gut Buschow im Landkreis Westhavelland die 25 Jahre jüngere Margarete von Twardowski (geb. 18.08.1869 in Hannover, gest. 07.06.1951 in Villingen), die Tochter des Fritz von Twardowski (1839-1870), königlich preußischer Premierleutnant (Oberleutnant) und Kompaniechef im 3. Garde-Regiment zu Fuß im Deutsch-Französischen Krieg, und der Hedwig von Blücher (1849-1921).
Podbielski erhielt seine Vorbildung auf dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Berlin und später auf der Kadettenanstalt. 1862 trat er in das Ulanen-Regiment Graf Haesler (2. Brandenburgisches) Nr. 11 ein. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 diente er als Offizier im Generalstab des X. Armeekorps. 1885 bis 1890 war er Kommandeur des nach Hans Ernst Karl Graf von Zieten benannten Zieten-Husaren-Regiments Nr. 3 in Rathenow und übernahm danach als Generalmajor die 34. Kavallerie-Brigade in Metz. 1891 wurde er vom Dienst befreit und 1896 zum Generalleutnant befördert, nachdem er 1893 als Abgeordneter seines Heimat-Landkreises Westprignitz in den Reichstag gewählt worden war. Hier engagierte er sich für die Deutschnationale Partei.
Nach dem Tod des Staatssekretärs Heinrich von Stephan wurde Podbielski am 01.07.1897 in das Reichspostamt berufen. 1898 wurde er zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt. Durch mehrere Reformen machte er sich um die Entwicklung des Postwesens verdient. Im Mai 1901 wurde Podbielski zum preußischen Landwirtschaftsminister ernannt, trat aber im November 1906 zurück, weil er in eine Bestechungsaffäre im Zusammenhang mit der Ausstattung der deutschen Schutztruppe verwickelt war. Danach widmete er seine Aufmerksamkeit dem Sport. 1912 wirkte Podbielski als Leiter der deutschen Olympiamannschaft bei den Olympischen Spielen in Stockholm. Auf seine Initiative ging auch der Bau des ersten deutschen Stadions in Berlin-Grunewald im Jahre 1913 zurück.
Inschrift in einer Vignette in Rollenform der Deutschen Post- und Eisenbahnverkehrswesen AG in Berlin-Staaken, die Briefstempelmaschinen für die Deutsche Reichspost entwickelte. Die Vignetten dienten zur Erprobung einer Maschine, die nicht nur mit einer Firmenlochung die Post freimachen, sondern auch zählen sollte.
Philatelistisch gemeint ist hier die Polarfahrt 1931 des Zeppelins "Graf Zeppelin". Zu diesem Ereignis erschienen im Deutschen Reich und in der Sowjetunion spezielle Luftpostsondermarken.
Philatelistisch gemeint ist hier der von der dänisch-norwegischen Luftverkehrsgesellschaft S.A.S. 1957 eingeführte fahrplanmäßige Passagier-, Fracht- und Postflug von Kopenhagen nach Tokio direkt über den Nordpol mit oder ohne Zwischenlandung in Anchorage bzw. Thule.
Begriff für Briefsendungen von Forschungsstationen oder Polar-Expeditionen. Bezeichnung für Postsendungen, die durch entsprechende Stempel als &&Polarpost&& gekennzeichnet werden.
Bezeichnung für eine Postdienststelle zahlreicher Forschungsstationen in der Antarktis sowie der Driftstationen im Nordpolargebiet, die meist eigene Stempel führen.
Die Republik &&Polen&& (polnisch: Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa. Das Land grenzt im Norden an die russische Exklave Kaliningrad (210 km) und an Litauen (103 km), im Osten an Weißrußland (416 km) und die Ukraine (529 km), im Süden an die Slowakei (539 km) und Tschechien (790 km) sowie im Westen an die Bundesrepublik Deutschland (467 km). Des Weiteren hat das Land eine 528 km lange Ostseeküste. Polen ist Mitgliedstaat der Europäischen Union seit dem 01.05.2004. Amtssprache, Polnisch
Hauptstadt: Warschau (Warszawa)
Staatsform: Parlamentarische Republik
Fläche: 312.685 qkm
Einwohnerzahl: 38,518 Mio. (2007)
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner pro qkm
BIP: 312 Mrd. US-Dollar (2005)
BIP/Einwohner: 8.082 US-Dollar
Währung: Zloty (Euro angestrebt)
Gründung: 960–992 n. Chr.
Unabhängigkeit: 11. November 1918
Zeitzone: UTC+1 Für das Königreich erschien 1860 eine Marke und für die Republik gab es eigene Briefmarken ab 1918. Im 2. Weltkrieg war Polen deutsches Besatzungsgebiet Generalgouvernement. Auf dem Briefmarken findet man Poland, Pologne oder Polska als Länderbezeichnung. Zu nennen sind außerdem 28 Dienstmarken aus den Jahren 1920 bis 1954 und 174 Portomarken aus den Jahren 1919 bis 1998. Es sind &&drei Wasserzeichen&& bekannt. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet Poczta Polska.
Einschätzung: wie bei allen osteuropäischen Sammelgebieten ist die Ausgabepolitik nicht gerade moderat, weshalb insgesamt nur die Wertnote 3 vegeben werden kann.
Hierbei handelt es sich um Marken, die zur Freimachung der Polizeidienstpost dienen. Diese Marken haben z. B. eine sog. POL-Lochung oder einen speziellen Aufdruck wie z. B. "C.P." bei Polizeidienstmarken von Australien.
Dies ist eine Lochung bei Briefmarken des Deutschen Reiches ca. 1927 bis in die Neuzeit hinein. Diese diente der Kontrolle des Polizeipräsidiums für eingesandtes Porto. Die Briefmarken mit POL-Lochung werden auf Ganzbriefen oder Briefstücken gesammelt.
Der "Polnische Philatelistenverband" ("Polski Zwiazek Filatelistów") ist die nationale Vereinigung der Philatelisten in Polen. Er wurde 1950 gegründet, hat seinen Sitz in Warschau und ist in Unterverbände unterteilt, die die Regionen (Wojwotschaften) widerspiegeln.
Bezeichnung für von mittelalterlichen Seefahrern an einer markanten Stelle bekannter Schiffahrtsrouten aufgestellte, meist ausgehöhlte Steine, in die Post eingelegt werden konnte, die dann von Schiffen, die in die Heimat fuhren, mitgenommen wurde. Im Hafen wurden diese Briefe dann der offiziellen Post zur Weiterbeförderung übergeben.
1925 erschien in Portugal eine Gedenkausgabe zur Einweihung eines &&Denkmals für Graf von Pambal&&, den Wiedererbauer von Lissabon nach dem Erdbeben von 1755. Für die Kolonien erschienen gleiche Ausgaben, die aber andere Farben hatten.
Hierbei handelt es sich um eine der ältesten Schwindelausgaben, die um 1860 auftauchte und einen Freiheitskopf nach rechts mit der Umschrift "Re Marquatos Haijti Pommare" trägt. Der Name "Pommare" steht für die Königin Pomare Wahine IV., die 1827/77 auf Tahiti regierte.
Das Postgebiet der portugiesischen Azoren war vom 01.06.1892 bis zum 19.07.1905 dreigeteilt. Eines dieser Postgebiete war »Ponta Delgada«, wozu die Inseln Sao Miguel, Santa Maria und die Formigas-Inseln zählten. Die anderen Postgebiete waren Angra und Horta. Es wurden vom 01.06.1892 bis 19.07.1906 insgesamt 34 Marken verausgabt. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet.
Name einer berittenen Eilpost im Westen der USA vor deren Erschließung durch die Eisenbahn. Diese wurde 1860 durch die "Central Overland California and Pikes Peak Express Co." zwischen San Francisco und St. Joseph auf einer Strecke von 3.300 km mit 119 Relaisstationen eingerichtet und 1861 durch die "Wells, Fargo & Co." weitergeführt.
Philatelistische Bezeichnung für Klebstoff auf dem Briefmarkenpapier, der keine glatte geschlossene Fläche bildet, sondern stumpf und porig aussieht und sich meist auch auflöst.
Französisch für "Bezirksgebühr" als Zusatzinschrift auf Briefmarken des Schweizer Kontons Genf 1843/48 zur Kennzeichnung des Ferngebührensatzes in Höhe von 10 Centimes innerhalb des Kantons.
Portugiesisch für "Nachgebühr" als bekannte Gattungsinschrift auf den Portomarken von Portugal 1905/45 und mehrerer Kolonialgebiete (z. B. Angola, Kapverde).
Portugiesisch für "Nachgebühr zu erheben" als bekannte Gattungsinschrift auf den Portomarken von Portugal 1904/45 und mehrerer Kolonialgebiete (z. B. Angola, Kapverde).
Im Hafen von Danzig gab es ein polnisches Postamt für den Postverkehr mit Polen. Dort galten seit 1925 polnische Briefmarken mit dem Aufdruck "Port Gdansk". Es wurden insgesamt 37 Marken für dieses Postamt verausgabt.
Französisch für "Lokalgebühr" als Narkeninschrift auf Briefmarken des Schweizer Kontons Genf 1843 in beiden Hälften der teilbaren Marken (die man auch als Doppelgenf bezeichnet) zur Kennzeichnung des Nahgebührensatzes in Höhe von 5 Centimes innerhalb des Ortes.
Allgemeine Bezeichnung für das für den Transport von Postsendungen erhobene Beförderungsentgelt. In vorphilatelistischer Zeit, also der Zeit vor Einführung der Briefmarke, verstand man unter "Porto" allerdings die vom Empfänger zu zahlende Gebühr, während der vom Absender vorausbezahlte Betrag "Franko" genannt wurde. Dänisch für "Frankatur" (englisch: franking, französisch: affranchissement, niederländisch: frankering, portugiesisch: franqueio, spanisch: franqueo).
Von der Deutschen Reichspost 1869/70 mit Abschaffung eines Großteils früherer Portofreiheiten eingeführtes Verfahren, nach dem Behörden und andere staatliche Institutionen mit der Postverwaltung Pauschalabrechnungen ihrer Postgebühren vertraglich vereinbaren konnten.
Dies war ein in Hannover 1850/66 üblicher Briefumschlag der "Commission zur Eröffnung unbestellbarer Briefe", in dem ein unzustellbarer Brief an den Absender zurückgesandt wurde.
Bezeichnung für eine &&markenheftchenähnliche Klappkarte&&, in die Marken eingeheftet sind und die mit Werbung versehen ist. Bei diesem Produkt unterscheidet die Deutsche Post AG zwischen einer Standard-PortoCard mit einem gleichlautenden Standardtext auf der Vor- und Rückseite, sowie einer individuellen PortoCard, bei der der Auftraggeber den Text vorgeben kann. Eine Sonderform ist die PortoCard Plus.
Bezeichnung für eine markenheftchenähnliche Klappkarte, bei der im Unterschied zur Normalausführung der PortoCard zwei zusätzliche Seiten eingeheftet sind.
Portofreiheit wurde häufig Personen, Familien, Vereinen und Körperschaften gewährt. So erschien z.B. 1971 im spanischen Staatsanzeiger ein Erlaß, der dem 34-jährigen Prinzen Juan Carlos von Bourbon, dem Nachfolger Francos und späteren spanischen König, diese Gebührenbefreiung gewährte (englisch: post-free, französisch: franchise postale).
Durch den Absender durchgeführte Kontrolle der gebührengerechten Freimachung seiner Postsendung. Dies konnte z. B. unter Zuhilfenahme eines Custos-Stempel geschehen. Dies ist die nachträgliche Überprüfung von Paketkarten auf richtige Berechnung der durch Freimarken oder Freistempler entrichteten Gebühren.
Bezeichnung für eine gebührenpflichtige Dienstsache als gedruckter oder gestempelter Vermerk auf Postsendungen staatlicher Stellen an Privatpersonen mit dem Hinweis, daß der Empfänger die üblichen Postgebühren als Nachgebühr zu entrichten hat.
Hierbei handelt es sich um die Höhe der für die Beförderung einer bestimmten Postsendung zu entrichtenden Gebühr, die nach Art und Umfang von der vom Absender verlangten postalischen Leistung zu erbringen ist.
Bezeichnung für einen Hinweisstempel in Preußen vor 1850 auf Sendungen, die aus anderen Postgebieten eingingen, um kenntlich zu machen, von welchem preußischen Auswechselungspostamt aus die Taxberechnung erfolgte bzw. zu erfolgen hatte. Die Stempel tragen den Hinweis "PORTO V. ..." bzw. "PORTO VON ..." und sind sehr gesucht.
&&Portugal&& (portugiesisch: República Portuguesa) ist ein Staat im Südwesten Europas und umfaßt den Westteil der Iberischen Halbinsel. Bis 1910 war das Land Königreich, ab Oktober 1910 ist es Republik. Zu »Portugal« gehören auch die Azoren und Madeira. Fläche: 92389 qkm
Einwohner: (2002) 9,873 Mio.
Hauptstadt: Lissabon
Verwaltungsgliederung: 18 Distrikte und zwei autonome Regionen (Azoren, Madeira)
Amtssprache: Portugiesisch
Nationalfeiertage: 10.6. und 5.10.
Währung: ab 2002 Euro, davor 1 Escudo (Esc) = 100 Centavos (ctvs)
Zeitzone: WEZ Die ersten Briefmarken erschienen am 01.07.1853. Zu nennen sind außerdem drei Dienstmarken aus den Jahren 1938 bis 1975, 25 Paketmarken aus den Jahren 1920 und 1936, 103 Portofreiheitsmarken aus den Jahren 1889 bis 1996, eine Telegraphenmarke aus dem Jahre 1921 und zwölf Zwangszuschlagsmarken aus den Jahren 1911 bis 1924. Es wurde kein Wasserzeichen verwendet. Die offizielle Bezeichnung der Post lautet CTT.
Einschätzung: das Ausgabeprogramm ist recht umfangreich mit zahlreichen Blockausgaben, weshalb nur die Wertnote 3 vergeben werden kann.
Sammelbezeichnung für die überseeischen Besitzungen von Portugal. Zum Kolonialbesitz gehörten Angola, Kap Verde, Inhambane, Kionga, Lourenco Marques, Macau, die Mocambique-Gesellschaft, die Nyassa-Gesellschaft, Portugiesisch-Afrika, Portugiesisch-Guinea, Portugiesisch-Indien, Portugiesich-Kongo, Portugiesisch-Übersee, Quelimane, Sao Tomé & Principe, Tete, Timor und Zambezia. Das portugiesische Kolonialreich war das erste globale Weltreich und das am längsten bestehende Kolonialreich Europas. Seine Geschichte begann 1415 mit der Eroberung von Ceuta und dem Zeitalter der Entdeckungen mit den Expeditionen entlang der afrikanischen Küste und endete mit der Rückgabe der letzten portugiesischen Kolonie Macao an die Volksrepublik China 1999.
Als Vasco da Gama 1498 den Seeweg nach Indien entdeckte, stieg Portugal zur führenden Handels- und Seemacht des 15. und 16. Jahrhunderts auf. Die Könige aus dem Hause Avis, besonders Manuel I. (1495–1521), führten das Land zu höchster Blüte. Bis in das 17. Jahrhundert erwarb Portugal Kolonien in Amerika, Afrika, Arabien, Indien, Südostasien und China.
»Angola« war von 1870 bis 1950 und von 1951 bis 1974 überseeische Provinz. Seit dem 15. Jahrhundert gewann Portugal in dem an der südwestlichen Küste Afrikas gelegenen &&Angola& besonders durch die Mission Einfluß. Bis ins 19. Jahrhundert, in dem Angola seine heutigen Grenzen erreichte, betrieben die Portugiesen Sklavenhandel (besonders nach Brasilien). Im 20. Jahrhundert suchte Portugal Angola (seit 1951 Überseeprovinz) wirtschaftlich zu erschließen. Ab 1951, als Angola portugiesische Überseeprovinz wurde, entstanden im Kampf gegen die portugiesische Kolonialherrschaft verschiedene Befreiungsbewegungen. Besonders zu nennen sind die marxistische Movimento Popular de Libertação de Angola (MPLA) und der União Nacional para a Independência Total de Angola (UNITA). Gestützt auf militärtechnische Hilfe der UdSSR und Kubas, rief die MPLA am 11.11.1975 unter ihrem Führer A. Neto die "Volksrepublik" Angola aus und errichtete eine Staats- und Gesellschaftsordnung nach marxistisch-leninistischem Muster. Für die "Kolonie Angola" wurden in der Zeit von 1870 bis 1950 insgesamt 338 Briefmarken verausgabt und für die "Überseeprovinz Angola" erschienen zwischen 1951 und 1974 insgesamt 267 Briefmarken. Zu nennen sind außerdem 41 Flugpostmarken aus den Jahren 1945 und 1947, 30 Portomarken aus den Jahren 1904 bis 1972 sowie drei Zwangszuschlagsmarken aus dem Jahre 1925. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
»Kap Verde« war von 1877 bis 1950 und von 1951 bis 1974 überseeische Provinz. 1455/56 wurden die vor der Westküste Afrikas gelegenen unbewohnten Inseln &&Kap Verde&& von den Portugiesen entdeckt und seit 1461 besiedelt. Wirtschaftsgrundlage wurde der Sklavenhandel, der erst 1876 abgeschafft wurde. Seit 1951 sind die Inseln portugiesische Überseeprovinz und seit 1974 autonom. Am 05.07.1975 wurde die Unabhängigkeit proklamiert. Für die "Kolonie Kap Verde" wurden in der Zeit von 1877 bis 1950 insgesamt 338 Briefmarken verausgabt und für die "Überseeprovinz Kap Verde" erschienen zwischen 1951 und 1974 insgesamt 96 Briefmarken. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
»Macau« war von 1884 bis 1955 portugiesische Kolonie, ab 1954 bis 1975 portugiesische Überseeprovinz und ab dem 17.02,1976 autonom. 1557 wurde die Insel von den Portugiesen als Handelsniederlassung gepachtet und war ab 1575 Bischofssitz. Nach 1842 verlor &&Macau&& durch die rasche Entwicklung Hongkongs für den Chinahandel an Bedeutung. 1849 erfolgte die Besetzung der Inseln Taipa und Coloane durch Portugal. 1887 erkannte China in einem Vertrag die Oberhoheit Portugals über Macau an, das 1951 portugiesische Überseeprovinz wurde. 1966 gab es schwere Unruhen. 1976 erhielt die Kolonie als "Territorium von Macau" die innere Autonomie. Am 19.12.1999 erfolgte die Rückgabe von Macau an die Volksrepublik China. Für die portugiesische Kolonie "Macau" wurden zwischen 1884 und 1955 insgesamt 405 Briefmarken verausgabt und für die portugiesische Überseeprovinz "Macau" erschienen zwischen 1956 und 1975 insgesamt 58 Briefmarken. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
»Mocambique« war von 1884 bis 1955 portugiesische Kolonie, ab 1954 bis 1975 portugiesische Überseeprovinz und ab 1973 autonom. Ab 1505 besetzten die Portugiesen die arabischen Handelsplätze an der Ostküste Afrikas und drangen im Sambesital ins Landesinnere vor. &&Moçambique&& erhielt 1609 einen eigenen Gouverneur. Vom 16. bis 19. Jahrhundert versuchten Araber, Osmanen, Niederländer, Franzosen, Briten und Österreicher, sich der ostafrikanischen Küstengebiete zu bemächtigen. Anfang des 20. Jahrhunderts unterwarfen die Portugiesen Moçambique vollständig. 1962 entstand die Befreiungsorganisation FRELIMO, die seit 1964 den Kampf um die Unabhängigkeit führte. Moçambique erhielt 1973 die innere Autonomie und 1975 die völlige Unabhängigkeit als "Volksrepublik Moçambique". Für die "Kolonie Mocambique" wurden in der Zeit von 1876 bis 1950 insgesamt 384 Briefmarken verausgabt und für die "Überseeprovinz Mocambique" erschienen in der Zeit von 1951 bis 1975 insgesamt 189 Briefmarken. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
»Sao Tomé & Principe« war von 1876 bis 1950 portugiesische Kolonie und überseeische Provinz in der Zeit von 1951 bis 1975. 1470 wurden die damals unbewohnten Inseln im Golf von Guinea vor der Westküste Afrikas durch den Portugiesen P. de Escobar entdeckt und seit 1475 mit portugiesischen Sträflingen, Juden und Sklaven kolonisiert. 1631/44 gelangten sie zunächst in niederländischem Besitz, wurden aber 1735 portugiesische Kolonie. Von 1951 bis 1975 war &&Sao Tomé & Principe&& portugiesische Überseeprovinz (seit 1973 innere Autonomie). 1975 wurden die beiden Inseln als "Demokratische Republik" unabhängig. Für die "Kolonie Sao Tomé & Principe" wurden in der Zeit von 1870 bis 1950 insgesamt 365 Briefmarken verausgabt und für die "Überseeprovinz Sao Tomé e Principe" erschienen in der Zeit von 1951 bis 1975 insgesamt 55 Briefmarken. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
Die portugiesische Kolonie »Timor« umfaßt den Ostteil der gleichnamigen Kleinen Sundainsel auf dem Malayischen Archipel. 1520 landeten Portugiesen auf der Insel und gerieten ab 1613 in Auseinandersetzung mit den Niederländern, die den westlichen Teil von &&Timor&& in Besitz nahmen. Der Konflikt wurde 1859 durch einen Teilungsvertrag beigelegt. Bis 1898 wurde Timor von Macau aus verwaltet, 1942-45 war es japanisch besetzt, seit 1962 portugiesische Überseeprovinz. Am 09.12.1975 wurde es von indonesischen Truppen besetzt und an Indonesien angeschlossen. Für Timor wurden in der Zeit von 1876 bis 1949 insgesamt 368 Briefmarken verausgabt. Zu nennen sind außerdem 36 Portomarken aus den Jahren 1904 bis 1952, 24 Zwangszuschlagsmarken aus den Jahre 1919 bis 1970 und drei Zwangszuschlagsportomarken aus dem Jahren 1925. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.
Die ersten Marken von Portugal zeigten das Porträt des Königs in Weiß und nur die Konturen. Die erste wirklich bildliche Darstellung datiert aus dem Jahre 1895 und erschien anläßlich des 500. Geburtstages von Heinrich dem Seefahrer. Ebenfalls der Seefahrt war die Ausgabe von 1898 gewidmet, die die Reise Vasco da Gamas nach Indien 1597/98 zum Thema hatte. Das Motiv wurde auch für die afrikanischen Kolonien mit entsprechender Inschrift verwendet und war die einzigste Serie, die in allen Kolonien gebräuchlich war. Nach Abschaffung des Königtums wurden 1910 verschiedene Marken mit "Republica" überdruckt und 1912 erschinen die ersten Werte der "Ceres"-Serie, die lange Zeit die portugiesischen Dauermarken als Motiv beherrschen sollte. Erstmals im Jahre 1923 gab es dann auch Luftpostmarken des Fluges von Gago Coutinho-Sacadura Cabral von Portugal nach Brasilien. Dem Thema Literatur wurde erstmals im Jahre 1924 eine Ausgabe anläßlich der 400. Geburtstages von Luis de Camões gewidmet. Ab 1943 erschienen die ersten Werte der "Karavelle"-Serie als neue Dauermarken. Aus dem Jahre 1953 entstammt eine Serie mit mittelalterlichen Rittern und 1956 gab es die erste Eisenbahnmarke. Ab 1960 nahm die Zahl der Ausgaben kontinuierlich zu und die heutige Ausgabenpolitik ist nicht gerade moderat zu nennen auf Grund der vielen Blocks und Kleinbogen.
Unter der Bezeichnung "Portugiesisch-Afrika" wurden am 01.04.1898 acht Marken aus Anlaß des 400. Jahrestages der Entdeckung des Seeweges nach Indien, 1945 neun Portomarken und 1949 drei Zwangszuschlagmarken verausgabt, die in allen portugiesischen Kolonien Afrikas Gültigkeit hatten.
Das 1446 für Portugal in Besitz genommene Gebiet an der Westküste Afrikas »Portugiesisch-Guinea« wurde 1879 als &&Portugiesisch-Guinea&& Kolonie und 1951 portugiesische Überseeprovinz. 1955 erhielt die Kolonie ihre Autonomie. Unterstützt von der Republik Guinea und dem Befreiungskomitee der OAU, kämpfte die PAIGC unter Führung von A. Cabral (geboren 1924, ermordet 1973) in einem Guerillakrieg für die staatliche Unabhängigkeit Portugiesisch-Guineas. 1973 rief die PAIGC den Staat "Republik Guinea-Bissau" aus, dessen Unabhängigkeit die portugiesische Regierung 1974 anerkannte. Für die "Kolonie Portugiesisch-Guinea" wurden in der Zeit von 1881 bis 1954 insgesamt 294 Briefmarken verausgabt und für das "Autonome Gebiet Portugiesisch-Guinea" erschienen in der Zeit von 1955 bis 1973 insgesamt 50 Briefmarken. Es ist &&ein Wasserzeichen&& bekannt.